Der Ärger in den 52 Mietshäusern, die der Stadt Lienz gehören, ist groß: Die Reinigung der Eingänge, Stiegenhäuser, der zugehörigen Fensterflächen sowie der Kellergänge obliegt laut Hausordnung abwechselnd den Bewohnern. In den Gängen hängen Listen aus, die genau Auskunft darüber geben, welche Mietpartei in welcher Woche für die Reinigung der Allgemeinflächen zuständig ist. „Es ist leider zur Regel geworden, dass neue Mieter, die in die Häuser einziehen, unsere Vorgaben zum gemeinsamen Werterhalt und für eine gute Wohnqualität einfach ignorieren“, führte die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik in der jüngsten Gemeinderatssitzung aus. „Das ärgert die langjährigen Mitbewohner, die sich regelmäßig an uns wenden. Aus Frust stellen sie irgendwann ihre Reinigungstätigkeit ebenfalls ein.“
400 Euro Mehrkosten
Ärger in Mietwohnungen: „Die Jungen putzen einfach nicht“
Der Lienzer Gemeinderat gibt 100.000 Euro frei für die professionelle Reinigung der Stiegen in 52 Mietshäusern. Es ergeht eine letzte schriftliche Vorwarnung.
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