Florian Unterweger ist seit mittlerweile zwölf Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr, was an sich nicht außergewöhnlich ist. Zieht man jedoch das junge Alter des Thurners in Betracht und die Tatsache, dass der 27-Jährige seit Jänner 2025 ein überaus verantwortungsvolles Amt in der Gemeinde innehat, lohnt es sich, den jungen Mann, näher zu beleuchten. „Zusammen mit Paul Gstrein (26), der auf dem Papier mein Stellvertreter ist, aber im Prinzip alle Aufgaben arbeitsteilig mit mir macht, habe ich im Jänner das Kommando über die Freiwillige Feuerwehr Thurn übernommen“, berichtet Unterweger. Das Thurner Feuerwehr-Führungsduo zählt also zusammen ganze 53 Lenze. „Wir sind da im Vergleich schon eher bei den Jüngeren dabei“, muss Unterweger, der direkt neben dem Feuerwehrhaus in Thurn, Oberdorf, wohnt, selbst schmunzeln.

Die vergangenen acht Jahre war der hauptberufliche Elektriker bereits im Ausschuss, die vergangenen drei Zugskommandant. „Wir haben gewusst, was auf uns zukommt, als Altkommandant Martin Zeiner, der immer noch helfend zur Seite steht, angekündigt hat, sich zurückziehen zu wollen“, schildert der Oberdorfer. Im Mai schließlich wurde Gstrein auch zum Brandinspektor befördert, Unterweger zum Oberbrandinspektor.

Unterweger hat derzeit 48 aktive Feuerwehrmänner zur Verfügung
Unterweger hat derzeit 48 aktive Feuerwehrmänner zur Verfügung © KK/Privat

Durchschnittlich drei bis vier Abende pro Woche wendet der sportliche Thurner für die Freiwillige Feuerwehr auf, gilt es doch unter anderem Vorbereitungen zu treffen, Abrechnungen zu machen, E-Mails zu beantworten oder Veranstaltungen zu planen und zu organisieren. „Die Bürokratie und viele Tätigkeiten rund um das tatsächliche Tun der Floriani-Jünger sind zeitintensiv“, weiß Unterweger, dessen Freundin Jaqueline, Rückhalt und Stütze zugleich ist. „Ohne die Unterstützung meiner Partnerin, wäre der freiwillige und unentgeltliche Dienst an der Gemeinschaft in dieser Form nicht möglich“, so Unterweger, der derzeit 48 aktive Feuerwehrmänner zur Verfügung hat. Frauen gibt es bei der Thurner Feuerwehr bis dato keine, diese sind jedoch herzlich willkommen.

„Ich helfe gerne anderen Menschen, wenn sie in Not sind“

„Vielleicht sollten es die Damen so machen, wie wir damals, 2013. Eine elfköpfige Freundesgruppe ist der FF Thurn geschlossen beigetreten und noch immer sind alle dabei“, erinnert sich der Kommandant. Neun davon stellen eine erfolgreiche Wettbewerbsgruppe, die immer wieder an Bewerben teilnimmt, so wie dieses Wochenende in Sillian am Tiroler Landesfeuerwehrleistungswettbewerb. „Wir waren schon Landessieger und Vizelandessieger“, erinnert sich der Feuerwehrmann, der ebenso wie Kollege Gstrein Teil dieser Wettbewerbsgruppe ist.

Weshalb Unterweger nicht nur ob seines Vornamens Feuerwehrmann geworden ist, beantwortet der junge Kommandant blitzschnell: „Ich helfe gerne anderen Menschen, wenn sie in Not sind, und bin da, wenn Zivilcourage gefragt ist. Handeln, statt nur zu reden. Zudem gilt es, die Kameradschaft und das Vereinsleben hochzuhalten.“

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