Auch in der nun startenden Sommersaison legt der Tourismusverband Osttirol (TVB) den Fokus auf sein Vorzeigeprojekt, den Iseltrail. Buchstäblich, denn heuer sollen die Naturschönheiten entlang des Weges gezielt an Naturfotografie-Fans und -Profis vermittelt werden. Daher lädt der TVB im Rahmen einer Kooperation mit dem Verein der Tier- und Naturfotografen Österreichs (VTNÖ), dem Verband STRIX in Südtirol und der Deutschen Gesellschaft für Naturfotografie Bayern (GDT) dazu ein, den Iseltrail mit der Kamera zu erforschen und die vielen Naturschauplätze „foto-kreativ“ abzulichten.
Zunächst gehen in diesen Tagen ausgewählte Naturfotografen der Vereine und Verbände aus Österreich, Südtirol und Bayern auf eine Iseltrail-Fotosafari. Im Anschluss werden sie dem TVB eine Auswahl ihrer Bilder stiften. Der Naturfotograf und Iseltrail-Mitentwickler Matthias Schickhofer begleitet die Profigruppe und wird dabei den ein oder anderen seiner Lieblingsplätze verraten.
Die besten Bilder werden ausgestellt
Der Upload der Bilder soll im Juni erfolgen. Die Details wie der Zugang zum Upload-Portal und die Bildkriterien werden vom Tourismusverband noch zeitgerecht bekannt gegeben. Eine Fachjury wählt schließlich im Juli die besten Fotoarbeiten aus – es winken natürlich Preise für die schönsten Bilder. Eine Auswahl der fotografischen Arbeiten sowohl von der „Fotosafari“ wie von der „Fotochallenge“ wird zudem online und ab August in Lienz am Johannesplatz der Öffentlichkeit präsentiert.
Bereits im Frühjahr ließ der Iseltrail, der über fünf Etappen und 80 Kilometer von der Iselmündung in Lienz bis zum Gletschertor des Umbalkees auf 2500 Meter Seehöhe führt, aufhorchen, als er beim renommierten Neptun-Staatspreis in der Kategorie „Wasser Region“ den Landessieg holte. Beim Bundesentscheid in Wien kam in einem engen Rennen ein dritter Rang dazu. „Der Iseltrail stärkt das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit der Kostbarkeit Wasser“, gratulierte Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.
Theurl: „großes fotografisches Glück wartet“
Mit dem Fotoprojekt und -wettbewerb wollen die Touristiker rund um TVB-Obmann Franz Theurl nun dazu beitragen, dass die Naturwunder am Iseltrail mit Hilfe möglichst vieler fotografierender „Botschafterinnen und Botschafter“ in die Welt getragen werden. „Der Iseltrail in Osttirol bietet seit 2020 ein wahres Füllhorn an Fotomotiven. Nun wollen wir möglichst viele fotografierende Menschen darüber informieren, dass am Iseltrail großes fotografisches Glück wartet und sie zu einer Reise an den Iseltrail inspirieren“, hofft Theurl auf eine rege Teilnahme der Gäste, aber natürlich auch der Einheimischen.
Die Isel im Nationalpark Hohe Tauern erleben
Während der TVB das Augenmerk vor allem auf „seinen Trail“ legt, widmet sich der Nationalpark Hohe Tauern – neben dem großen Schwerpunkt Inklusion („Nationalpark für alle“) – umso mehr dem Gletscherfluss selbst, schließlich hat die Landesumweltschaft Tirol heuer das „Jahr der Isel“ ausgerufen. Um dieses zu würdigen, gibt es am 19. Juli eine kostenlose Sonderführung zum Ursprung der Isel. Nationalparkranger begleiten Interessierte von Prägraten/Ströden bis zum imposanten Umbalkees und vermitteln dabei die Dynamik des Wassers auf den letzten Etappen des Iseltrails.
Klassische Führungen zu den Umballfällen oder entlang der Isel stehen aber ebenso im jüngst veröffentlichten Sommerprogramm. So nimmt eine neu ins Angebot genommene Wanderung den Iseltrail von der „umgekehrten“ Seite in Angriff: Der Weg führt talabwärts an den Rand der dramatischen und weglosen Iselschlucht, Highlight ist die Überquerung der 84 Meter langen und 90 Meter hohen Hängebrücke. Schließlich widmet sich eine Sonderausstellung im Nationalparkhaus Matrei dem „mächtigen Gletscherfluss Isel“. Ergänzt wird diese durch Arbeiten der Osttiroler Künstlerin Hannelore Nenning, die das Thema auf eindrucksvolle Weise interpretieren.