Tirol zählt mit seinen Gletscherflüssen, Quellen und Seen zu den wasserreichsten Regionen Europas. Anlässlich des Weltwassertags wird weltweit auf die Bedeutung dieser Ressource aufmerksam gemacht – ein passender Anlass, um ein Projekt auszuzeichnen, „das Wasser in all seinen Facetten erlebbar macht“. Der Iseltrail sicherte sich den Tiroler Landessieg des Neptun Wasserpreises in der Kategorie „Wasser Regional“. „Der Iseltrail stärkt das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit der Kostbarkeit Wasser“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und gratuliert dem Tourismusverband Osttirol zum Landessieg und zur Bundeswertung.

Mit dem Sieg beim Landesvoting qualifizierte sich der Weitwanderweg nämlich für die Wahl zum Bundessieger. Am Donnerstag wurde das Siegerprojekt in Wien bekanntgegeben. In einem knappen Rennen erreichte der Iseltrail den dritten Platz.

80 Kilometer mit Wasserfällen und Schluchten

Der rund 80 Kilometer lange Trail führt in fünf Etappen von der Iselmündung in Lienz bis zum Gletschertor des Umbalkees auf 2500 Metern Seehöhe. Entlang des Weges erleben Wandernde eine Wasserlandschaft mit imposanten Wasserfällen, tiefen Schluchten, Sandbänken und alpinen Auen. Dabei setzt das Projekt bewusst auf Nachhaltigkeit: Bestehende Pfade wurden genutzt, der Trail ist umweltfreundlich erschlossen, und klimafreundliche Mobilität wird durch kostenlose öffentliche Verkehrsmittel gefördert. 

„Auch wenn Tirol ein Land des Wassers ist, müssen wir verstehen, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Der Staatspreis für Wasser zeichnet Projekte aus, die genau diese Botschaft transportieren – und der Iseltrail ist ein Paradebeispiel dafür“, so Geisler weiter.