Geld sorgt im Gemeinderat von Matrei das ganze Jahr über für Debatten und Auseinandersetzungen. Bei der Budgetsitzung am Freitag herrschte aber so etwas wie Weihnachtsfriede. Der Monolog des Finanzkämmerers Michael Rainer, der von schmerzhaften Mehrausgaben und Großteils von Mindereinnahmen handelte, war weitaus länger als die Diskussion selbst. Nicht einmal eine Stunde hielten sich die Mandatare mit dem Haushalt für 2024 auf. Faktum ist: Im Finanzierungshaushalt betragen die Ausgaben 18.784.400 Euro, die Einnahmen sind mit 18.400.000 Euro präliminiert. Damit bleibt eine Lücke sprich ein Abgang von 384.000 Euro.
Keine Budgetsperre vorgeschlagen
Rainer erläuterte: „Die Lücke zwischen Steigerung der Transferzahlungen an das Land und Rückgängen, etwa bei Abgabenertragsanteilen, betrug 1,45 Millionen Euro. Das konnten wir reduzieren.“ Durch Einsparungen sei das gelungen oder durch vertraglich gesicherte Einnahmen, etwa durch einen Verkauf bei der Gemeindegutsagrargemeinschaft Schildalm. Für Verwunderung sorgte die Tatsache, dass die Umlage für das Bezirkskrankenhaus von bisher 379.000 Euro auf 275.000 Euro gesunken ist. Geld habe noch der Finanzausgleich gebracht. Um den Negativsaldo zu decken, werde man Konsolidierungsmöglichkeiten im Haushalt ausschöpfen. „Eine Budgetsperre wäre auch eine Möglichkeit, eine solche werde ich heute aber nicht vorschlagen“, sagte Rainer. Der Budgetbeschluss erfolgte mit den fünf Gegenstimmen der Oppositionsliste Gemeinsam für Matrei.
Beschlossen auch der Beitritt zum Tiroler Gemeindeverband, nachdem Matrei dies im September noch abgelehnt hat. Als einzige Osttiroler Gemeinde war sie nicht Mitglied. Ein Gespräch mit Verbandspräsidenten Karl Josef Schubert und eine interne Abklärung über die Notwendigkeit eines solchen Beitritts haben die Meinung der Mandatare geändert. Den Mitgliedsbeitrag in Höhe von 9246 Euro haben die Räte abgesegnet.
Wesentlich mehr Zeit als für das Budget investierte der Gemeinderat in die Debatte um die Öffnung der Prosseggklamm. Diese wurde im Jahr 2002 wegen Gefahr im Verzug gesperrt. Ob aufrechterhaltene Sperre bleibt oder Reaktivierung erfolgt, das spaltete über Jahre den Gemeinderat unter Bürgermeister Andreas Köll. 2016 stellte der Landesgeologe fest, dass eine Öffnung nur möglich sei, wenn sie mit hohem Aufwand gesichert wird. Im selben Jahr wurde auch ein Rohkonzept für eine Öffnung der Klamm von Wiener Ziviltechnikern erstellt.
Bis dato ist die Klamm gesperrt. Aber: Eine Öffnung im Frühjahr ist in Sicht. Das war am Freitag im Gemeinderat der Tauernkommune zu erfahren. Der Tourismusverband Osttirol und der Alpenverein stehen dafür Pate. Beide Einrichtungen teilen sich die Kosten der Sicherung. Die Wegerhaltung und die Haftung übernimmt der Alpenverein. Der Weg durch die Klamm, der seit dem Kraftwerksbau am Tauernbach in Besitz der Gemeinde ist, wird als roter Bergweg geführt.
Sechstelligen Betrag investiert
Gemeinderätin Elisabeth Mattersberger (Gemeinsam für Matrei) warf ein: „Ich vestehe nicht, dass man jetzt in den Weg hineingehen kann, nachdem ein bisschen abgeräumt worden ist. Ein Gutachten aus 2002 wies zur Sicherung der Klamm eine Kostenschätzung von mehreren Hunderttausend Euro auf.“ Laut Vizebürgermeister Lukas Brugger (Matreier Liste) wurde ein sechsstelliger Betrag investiert. Bürgermeister Raimund Steiner zeigte sich dem Alpenverein gegenüber dankbar. Und Gemeinderat Christoph Köll (Matreier Liste) nannte den Weg eine Bereicherung für Matrei.
Doch bis dato blieb die Klamm gesperrt. Aber: Eine Öffnung im Frühjahr ist in Sicht. Das war am Freitag im Gemeinderat der Tauernkommune zu erfahren. Der Tourismusverband Osttirol und der Alpenverein stehen dafür Pate. Beide Einrichtungen teilen sich die Kosten der Sicherung. Die Wegerhaltung und die Haftung übernimmt der Alpenverein. Der Weg durch die Klamm, der seit dem Kraftwerksbau am Tauernbach in Besitz der Gemeinde ist, wird als roter Bergweg geführt.
Gemeinderätin Elisabeth Mattersberger (Gemeinsam für Matrei) warf ein: „Ich vestehe nicht, dass man jetzt in den Weg hineingehen kann, nachdem ein bisschen abgeräumt worden ist. Ein Gutachten aus 2002 wies zur Sicherung der Klamm eine Kostenschätzung von mehreren Hunderttausend Euro auf.“ Laut Vizebürgermeister Lukas Brugger (Matreier Liste) wurde ein sechsstelliger Betrag investiert. Bürgermeister Raimund Steiner zeigte sich dem Alpenverein gegenüber dankbar. Und Gemeinderat Christoph Köll (Matreier Liste) nannte den Weg eine Bereicherung für Matrei.