Schwere Unwetter zogen Mittwochabend über die Gemeinde Krems. Aufgrund mehrerer Murenabgänge und zahlreicher Straßensperren sind die Kinder der Ortschaften Kremsbrücke, Burgstallberg, Wetschenbach und Kremsberg am Donnerstag und am Freitag von der Schulpflicht ausgenommen. Am Vormittag wurden die Schäden mittels Hubschrauberflug erkundet.

Schwerer Sachschaden entstand an diesem Haus in Kremsbrücke
Schwerer Sachschaden entstand an diesem Haus in Kremsbrücke © KK/KOGLER

Zurück zum gestrigen Sturm mit Hagel und Starkregen: Gegen 17.35 Uhr wurden die Beamten über eine Mure über die L19 im Bereich ehemaliges Gasthaus Rauter in Kenntnis gesetzt und dass die Straße nicht mehr befahrbar sei. Mehrere Anrainer und die Besatzung der Streife Gmünd waren zwischen mehreren Muren eingesperrt und die L19 auf mehreren Stellen nicht mehr befahrbar.

Aufgrund mehrerer abgegangenen Muren, unter anderem über die Katschbergstraße (B 99) in St. Nikolai, war eine Zufahrt nicht mehr möglich. "Derzeit arbeiten Mitarbeiter des Bauhofes, Feuerwehrleute, aber auch Privatpersonen mit Hochdruck an der Beseitigung des Materials und an der Auflösung der Verklausungen in Bächen und Flüssen. Für Freitag sind nämlich wieder starke Regenfälle vorhergesagt", schildert Bürgermeister Gottfried Kogler.

Enormer Schaden an Häusern

In Kremsbrücke konnte an zwei Häusern enormer Sachschaden festgestellt werden. Weiters wurde ein Auto durch eine Mure beinahe zur Gänze verschüttet. Auch bei diesem Vorfall wurde niemand verletzt. "Der Landesgeologe konnte Entwarnung geben, es muss niemand evakuiert werden", sagt Kogler. Die L 19 bleibt bis auf Weiteres gesperrt, ausweichen muss man über die Tauernautobahn.

Entlang der Katschbergstraße wurden mehrere Bäume entwurzelt oder geknickt und über die Fahrbahn geworfen. Es traten mehrere Bäche über das Ufer. Die B99 Katschbergstraße war im Ortsteil Leoben Nord nicht mehr passierbar, ebenso die Gemeindestraßen im Leobengraben und am Pressingberg.
Alle Höfe und Häuser, die seit gestern abgeschnitten sind, sollten in den Abendstunden zumindest wieder mit Allradfahrzeugen erreichbar sein.