Der Waldviertler Gerhard Spreitzer wohnt seit 20 Jahren in Gmünd und versucht, als Mitglied des Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes im Bezirk Spittal, Menschen in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen. „Ich war seit meiner Ausbildung 1986 in Wien im Gesundheits- und Krankenpflegebereich in Lienz und zuletzt als Heim- und Pflegedienstleiter der SHV-Häuser in Spittal und Gmünd tätig. Nun bin ich selbstständig und biete Kurse im Pflegemanagement an. Daneben habe ich meine Berufung zur Krisenintervention des Roten Kreuzes gefunden“, erzählt der Niederösterreicher, der im Herzen schon lange Oberkärntner ist.

Wir sind 15 Personen im Team, die rasch einsatzbereit sind und Angehörigen von Unfallopfern oder Vermissten in deren Krisensituation zur Seite stehen, um ihnen wieder eine Struktur zu geben. Spreitzer ist angesichts der Weltlage und Vorfällen im Bekanntenbereich froh, von Krisen verschont geblieben zu sein, und möchte mit seinem ehrenamtlichen Engagement seiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen. Er wurde durch seine Frau Martha Erlacher, die in diesem Bereich tätig war, aufmerksam. „Wir rücken meist gemeinsam zu Einsätzen aus und können so das Erlebte aufarbeiten. Wir machen durchschnittlich vier Bereitschaftsdienste pro Monat und genießen das Arbeiten in einem homogenen Team unter der Leitung von Teamleiterin Daniela Fischer.“

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