Eingeschlagene Fenster, aufgebrochene Türen, eine erbärmliche Fassade, verwüstete Innenräume, Spinnweben und überall Spuren von Zerstörungswut: Der Leitbetrieb der Sechziger- und Siebzigerjahre „Seerose“ in Paßriach auf der Südseite des Pressegger See steht seit zehn Jahren leer und sorgt für Unmut. Die Ruine, die heruntergekommenen Umkleidekabinen und das Seecafé befinden sich direkt Ufer, gleich am stark frequentierten Seerundweg. „Konkrete Beschwerden sind mir derzeit nicht bekannt“, sagt Tourismusreferentin Christina Ball (FPÖ). Allerdings sei dieses leidige Thema zuletzt bei einem touristischen Jour-Fix diskutiert worden. Ein älterer Wiener Juwelier hat dieses, ein Hektar große, Uferareal in bester Lage vor rund vier Jahren vom Vorbesitzer, einer südafrikanischen Gesellschaft, für seinen Sohn erworben. „Rund 15 Millionen Euro sollten in eine neue Hotelanlage mit 200 Betten investiert werden“, weiß ein Insider. Allerdings habe der Filius mittlerweile andere wirtschaftliche Interessen, Investitionspläne in Paßriach seien nicht darunter. Das Gelände verfällt zusehens.
Hermagor
Schandfleck am Pressegger See
Das Hotel „Seerose“ war einst ein Leitbetrieb, heute ist es verwahrlost
und sorgt für Unmut bei Hermagorern.
© Salcher