Der Stadtgemeinde Spittal steht eine wahre Mammutaufgabe bevor: und zwar die Suche nach einer Pächterin oder einem Pächter für das Restaurant am Südufer des Millstätter Sees und das Strandbad – von den Spittalerinnen und Spittalern liebevoll „Schaumrolle“ genannt. Vor wenigen Tagen wurde die Ausschreibung auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht. „Von einem künftigen Pächter werden eine Gewerbeberechtigung, fundierte Erfahrung in der Gastronomie sowie fachliche Kompetenz im Küchenbereich erwartet“, teilt Pressesprecher Christian Egger mit. Darüber hinaus seien kreative Ideen gefragt, um „das Potenzial dieses außergewöhnlich schönen Standorts direkt am Millstätter See bestmöglich zu nutzen und weiterzuentwickeln“. Im Gegenzug dafür sichert die Stadtgemeinde ihre vollste Unterstützung in Form eines wirtschaftlich verträglichen und fairen Pachtentgelt zu.

Der neue Pächter könnte die Saison in der „Schaumrolle“ bereits Anfang Mai starten. „Der Betrieb bietet ideale Voraussetzungen für Familienfeiern wie Hochzeiten, Taufen oder ähnliche Anlässe. Darüber hinaus profitiert man von der attraktiven Lage direkt am Radweg, wodurch täglich zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer als potenzielle Gäste angesprochen werden können“, schildert Egger.

Versorgung ist gewährleistet

Die Suche wird für die Stadtgemeinde keinesfalls eine einfache sein. Im Vorjahr scheiterte man kläglich. Trotz umfangreicher Sanierungen – etwa 200.000 Euro wurden investiert – fand sich niemand, der den Betrieb übernehmen wollte. Die Bewirtung wurde von der Spittaler Betriebs GmbH übernommen. Diese versorgte die Badegäste mit warmen Imbissen. „Die Suche nach einem geeigneten Pächter gestaltete sich aufgrund der aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen in der Gastronomie als schwierig. Insbesondere der anhaltende Personalmangel sowie deutliche Kostensteigerungen in mehreren Bereichen stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen“, erklärt Egger. Das Angebot an warmen Imbissen sei von den Gästen sehr gut angenommen worden. Egger: „Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv.“

Sollte sich auch heuer kein Pächter finden, wird es wie im Vorjahr eine gute Alternative geben, verspricht die Stadtgemeinde. Der Badebetrieb sowie die Versorgung mit Imbissen und Getränken sind in jedem Fall gewährleistet. Eine Schließung der „Schaumrolle“ sei jedenfalls zu keinem Zeitpunkt Thema und stehe auch künftig nicht zur Diskussion.