Die Weltmeisterschaften der Waldarbeiten in Slowenien sind geschlagen. Die österreichischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten einmal mehr, dass sie zur Forst-Elite zählen. Insgesamt konnten sie eine beeindruckende Medaillenbilanz verbuchen: fünf Gold-, vier Silber- und sechs Bronzemedaillen. Besonders erfolgreich waren die Litzlhof-Absolventen: Jürgen Erlacher kürte sich zum Weltmeister bei den Profis, Johannes Ertl gewann Einzel-Gold bei den Junioren (U24) und Titelverteidigerin Carina Modl wurde Vize-Weltmeisterin. Erlacher krönte seine Leistung zudem mit einem neuen Weltrekord in der Gesamtwertung. Einen weiteren Weltrekord stellte die Niederösterreicherin Lisa Panzenböck im Kettenwechsel auf: In nur 10,6 Sekunden absolvierte sie die Disziplin und setzte damit einen neuen internationalen Maßstab.

Ein weiterer Höhepunkt: Das österreichische Team sicherte sich den Weltmeistertitel in der Mannschaftswertung, ebenfalls mit neuem Weltrekord – und zwar mit 5002 Punkten –, die höchste Auszeichnung des Bewerbs, für die drei Einzelathleten erforderlich sind. Verantwortlich für diesen Erfolg zeichnen Teamchef Johannes Kröpfl und Coach Armin Graf. Beim Weltmeisterempfang am Bildungszentrum Litzlhof wurden diese Leistungen nun gebührend gewürdigt. Die Schülerinnen und Schüler standen Spalier, als der Litzlhofer Waldsport-Bus vorfuhr.

Litzlhof wird Gastgeber der Forst-Elite

Die Wettkämpfe fanden vergangene Woche in der Nähe von Novo Mesto statt und versammelten rund 110 Athletinnen und Athleten aus 25 Nationen. Die Weltmeisterschaft wurde in drei Klassen ausgetragen: Junioren (U24), Damen sowie Professionals (Herren). Im Mittelpunkt standen Präzision, Schnelligkeit und vor allem Sicherheit – letztere ist ein zentraler Aspekt, gilt die Waldarbeit doch als eine der gefährlichsten beruflichen Tätigkeiten weltweit. Insgesamt traten die Österreicher in fünf Disziplinen an, die allesamt direkt aus der praktischen Waldarbeit abgeleitet sind. Zu den bekanntesten Bewerben zählen die punktgenaue Baumfällung in 15 Metern sowie das Entasten, bei dem 30 Äste möglichst schnell und präzise entfernt werden müssen.

Doch die Wettkampf-Saison ist noch nicht zu Ende: Von 20. bis 22. Mai wird das Bildungszentrum in Lendorf Austragungsort für die Europameisterschaft und Olympiade der Waldarbeit. 200 junge Frauen und Männer in forstlicher Ausbildung aus mehr als 20 europäischen Nationen werden sich am Litzlhof messen.