Glimpflich ausgegangen ist am Donnerstagnachmittag ein Lawinenabgang am Ankogel. Vier Skitourengeher aus Wien hatten etwa 600 Meter östlich der Bergstation Ankogel im freien Gelände ein Schneebrett ausgelöst. Alle vier kamen mit dem Schrecken davon, keiner wurde mitgerissen bzw. verschüttet.
Aus diesem aktuellen Anlass macht die Polizei Kärnten in den sozialen Medien „auf die in weiten Teilen Oberkärntens und den daran angrenzenden Gebieten vorherrschende erhebliche Lawinengefahr aufmerksam“. Auch wenn die derzeitige Wetterlage einladend wirke, soll kein unnötiges Risiko eingegangen werden. Wintersportler sollen sich, bevor sie eine Tour starten, über die aktuelle Lage informieren. So gibt der Lawinenwarndienst Kärnten und jener in Tirol täglich ein Update zur aktuellen Situation.
Der Lawinenwarndienst Tirol informierte am Freitag, dass der Altschnee momentan heimtückisch sei: „Die ausgeprägten Schwachschichten im Altschnee sind immer noch störanfällig. Sie sind an West-, Nord- und Osthängen oberhalb etwa 1800 Meter verbreitet anzutreffen und unter dem Neu- und Triebschnee der letzten Wochen bereits von einzelnen Personen als Lawine auslösbar. Gefahrenstellen sind nicht erkennbar“, heißt es.
Steilhänge meiden
Eine defensive Routenwahl und ein konsequentes Meiden großer Steilhänge sei im Umgang mit der aktuellen Gefahrensituation entscheidend. Im Tagesverlauf nimmt mit warmen Temperaturen und Sonneneinstrahlung die Auslösebereitschaft von nassen Lawinen zu.
26 Menschen sind allein in diesem Winter in Österreich bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen.