Mit einem fordernden Einsatz begann für die Freiwilligen Feuerwehren Mallnitz, Obervellach, Penk und Sachsenburg das neue Jahr. Kurz nach Mitternacht wurden die Feuerwehrleute zu einem Waldbrand im Skigebiet Ankogel alarmiert. Unterhalb der Mittelstation auf rund 1800 Metern Seehöhe war aus zunächst unbekannter Ursache ein Waldstück in Brand geraten. Durch den starken Wind breitete sich das Feuer rasch aus.
Der Brandherd befindet sich in unwegsamem, steilem und felsigem Gelände. Mit den Feuerwehrfahrzeugen war der Brandherd nicht erreichbar. „Die Einsatzkräfte wurden mit der Gondelbahn zur Mittelstation gebracht, von dort ging es dann mit der Pistenraupe weiter“, sagt Andreas Untergantschnig, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mallnitz. Von einem Sammelpunkt oberhalb der Brandstelle wurden die Feuerwehrleute von Mitgliedern der Bergrettung Mallnitz zu dieser abgeseilt. „Von der Beschneiungsanlage wurde eine Löschwasserleitung gelegt und der Brand in der Folge eingedämmt“, sagt Untergantschnig.
Rund 60 Feuerwehrleute und 15 freiwillige Helfer der Bergrettung Mallnitz standen in der Nacht im Einsatz. Die Verschnaufpause war nur eine kurze: Nachdem die Feuerwehrleute um 5 Uhr eingerückt waren, ging es für die Freiwillige Feuerwehr Mallnitz und für Flughelfer des Bezirks Spittal um 6 Uhr wieder los. Ab 7 Uhr standen dann unterstützend drei Polizeihubschrauber im Einsatz. Nach Begutachtung der Glutnester mittels Wärmebildkamera durch einen vierten Polizeihubschrauber wurden die Löscharbeiten vorerst um 15.40 Uhr beendet.
Im Zuge der Nacherhebungen konnte dann ein Ermittlungserfolg verbucht werden: Als Verursacher wurde ein 69-jähriger Mann ausgemittelt. Als Brandursache wird ein Signalfeuer, das vom Mann abgefeuert wurde, vermutet. Der Mann wird der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt.
Die Schadensfläche beträgt rund einen Hektar und kann derzeit noch nicht beziffert werden. Im Einsatz standen insgesamt 150 Personen der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren, der Bergrettung Mallnitz, der AEG Spittal an der Drau und der Flugeinsatzstelle Klagenfurt und Salzburg.