Ein außergewöhnliches Projekt wird am 10. Oktober um 19 Uhr im Kultursaal der Gemeinde Lendorf präsentiert. Elisabeth Klösch, Gründerin des gemeinnützigen Vereins „Ujamaa“ führt durch den Abend, der unter dem Motto „Afrika erleben: Eine Geschichte von Träumen, Begegnungen und Engagement“ steht. Sie nimmt Interessierte mit auf eine virtuelle Reise durch die schönsten Safarigebiete Tansanias und spricht im Anschluss über persönliche Erfahrungen und prägende Eindrücke, die sie bei ihren Abenteuern im Kongo gewinnen konnte. Die Bewohner von Mabiala, einem Dorf in der Demokratischen Republik Kongo, haben es ihr und weiteren Vereinsmitgliedern zu verdanken, dass Anfang des Jahres eine Krankenstation in Betrieb gehen konnte. Diese wurde über Spenden finanziert.
„Alles, was für die Ausstattung benötigt wurde, wie beispielsweise die Sanitäranlagen, wurde per Container verschifft. Es folgten die Arbeiten vor Ort – Möbel zusammenbauen, putzen und elektrische Systeme installieren. Ich war im Jänner dort, um mitzuhelfen, zwei Monate später konnte die Krankenstation eröffnet werden“, erinnert sich Reinhard Gritzner, der als Tischler das Projekt unterstützte.
Der Erfolg der Inbetriebnahme übertraf sämtliche Erwartungen. Die Nachfrage sei enorm hoch, wie Klösch schildert: „Leute kommen von sehr weit her, um sich behandeln zu lassen. Die Krankenstation verfügt über eines der einzigen Ultraschallgeräte weit und breit. Es ist ein wichtiger Schritt, um die medizinische Versorgung vor Ort bestmöglich zu sichern.“
Es wird ein Fahrzeug gesucht
Ihren Verein gründete die Lavanttalerin im Jahr 2018. Seitdem konnten die Mitglieder bereits viel Gutes bewirken, weitere Projekte sind geplant. Hoch oben auf der Prioritätenliste steht die Wasserversorgung, die nicht nur für die Krankenstation, sondern auch für die umliegenden Gebiete wichtig ist. Aktuell ist der Verein auf der Suche nach einem geländetauglichen Allradauto. „Vor Ort sind die Straßen sehr schlecht, wenn es überhaupt welche gibt. Wir würden ein Fahrzeug benötigen, mit dem wir auch schwierige Strecken meistern können“, sagt Klösch.
Wer sich über die Krankenstation und bevorstehende Projekte informieren will, hat im Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeit dazu. Der Eintritt ist frei. Spenden sind immer willkommen, vor allem über neue Vereinsmitglieder freut sich Klösch: „Besonders schön wäre eine regelmäßige und langfristige Unterstützung. Wir sind im Rahmen unserer Arbeit auf Spenden angewiesen und über jegliche Hilfe froh.“