Aufgrund von umfangreichen Sanierungsarbeiten im Ausmaß von 1,3 Millionen Euro war die Goldeckhütte zwei Jahre lang geschlossen. Doch nun gibt es für deren Eigentümer, den Alpenverein Spittal unter Vorsitzenden Arnold Riebenbauer, Grund zur Freude. Die Hütte, die sich im Gemeindegebiet von Baldramsdorf befindet, wird am Samstag, dem 28. Juni, mit dem neuen Hüttenwirt Andreas Spivey wiedereröffnet. Spivey lebt zwar schon Jahrzehnte im Gailtal, geboren wurde er 1967 in Northampton in England. Der gelernte Bäcker hat in der Küche das Sagen, wo er von einer Küchenhilfe unterstützt wird. Im Service werden sich zwei weitere Mitarbeiter um das Wohl der Gäste kümmern.
Spivey ist auch Pächter der „E.T. Comptonhütte“ in Greifenburg und der Waldschenke in Kötschach-Mauthen. „Bei diesen beiden Betrieben kann ich mich auf eingespielte Mitarbeiter verlassen. Mich hat es wieder auf den Berg gezogen, und die Goldeckhütte bietet mir die idealen Voraussetzungen“, sagt der Wirt, der als Almhalter, Skilehrer und Hotelier Erfahrungen in Deutschland, England, Schottland und der Schweiz gesammelt hat.
Die Hütte (1900 Meter), die bereits 1888 als eine der ersten Alpenvereinshütten Oberkärntens errichtet wurde, ist von der Bergstation der Goldeck-Umlaufbahn in 30 bis 45 Minuten zu Fuß erreichbar. Spivey empfiehlt eine Rundwanderung auf den Goldeckgipfel (2142 Meter) und den Martennockgipfel (2039 Meter), ehe man sich bei ihm stärken und den Ausblick auf den Millstätter See, die Schober- und Kreuzeck-Gruppe sowie auf die Nockberge genießen kann.
„Kulinarisch wollen wir uns ein wenig abheben. Neben bodenständigen Hüttengerichten wie der Frigga-Pfanne oder Schweinsbraten servieren wir auch kleine Überraschungen, die wir alle ein bis zwei Wochen in der Karte ändern. Dazu zählen Hirschgulasch, Spinatknödel mit Lachs oder süße Topfenknödel“, so der Wirt weiter. Zur Eröffnung am Samstag erwartet die Gäste neben Kulinarik auch musikalische Unterhaltung. Spivey, sein Team sowie die Mitglieder des Alpenvereins freuen sich, viele Gäste begrüßen zu dürfen. Die Hütte, die auch über eine große Terrasse verfügt, ist bis 1. Oktober täglich und von 1. bis 19. Oktober nur noch vier Tage pro Woche geöffnet.
Riebenbauer freut sich, einen „so tüchtigen und erfahrenen Wirt gefunden zu haben“ und hofft, dass er dem Alpenverein lange erhalten bleiben möge. Außerdem bedankt er sich bei Hüttenwart Meinrad Mitterling, der als pensionierter Bauleiter, viele ehrenamtliche Stunden investiert und die Generalsanierung innen wie außen begleitet hat. Zimmer, Sanitäranlagen, Terrasse, Fassade, Stromversorgung und Heizung sowie das Dach, das mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet wurde, erstrahlen in neuem Glanz.