In der Oberkärntner Gemeinde Flattach erfüllte sich Ernestine Berger einen Herzenswunsch: Auf knapp 900 Metern Seehöhe befindet sich am dort gelegenen Grafenberg, in geschützter und exklusiver Lage ihr Weingut GrafenBERGERin. Übrigens: Es ist Kärntens höchstgelegenes Weingut.
Vor etwa 12 Jahren wurde sie auf dieses unberührte Fleckchen Erde aufmerksam, trotzte den kritischen Stimmen und Skeptikern und baute sich Stück für Stück in mühseliger Arbeit ihr eigenes kleines Paradies von Null auf. „Ich habe als Diplomkrankenschwester auf der Intensivstation des Krankenhauses Spittal gearbeitet. Schon damals wollte ich unbedingt einen Weingarten haben. Als ich mit 56 Jahren in Pension ging, habe ich diesen Traum verwirklicht“, sagt Berger stolz und blickt auf die rund 2500 Weinstöcke hinab, die im regelmäßigen Abstand auf einer Fläche von circa einem halben Hektar stehen.
Besondere Reben
In den ersten Jahren baute Berger hauptsächlich Rotweinreben an, im Laufe der Jahre begann sie, sich auch auf Weißwein, Rosé und Frizzante zu konzentrieren. Inzwischen wachsen im Weinberg sieben verschiedene Rebsorten.
Das ganze Jahr über ist Berger bei der Arbeit in den steilen Hängen auf sich alleine gestellt, lediglich während der Weinlese greift sie auf die Unterstützung von Erntehelfern zurück. „Ich verwende ausschließlich Kuh- und Pferdemist zum Düngen, nur biologisch zugelassene Pflanzenschutzmittel und keine Maschinen. Bei mir ist alles Handarbeit“, erklärt die Winzerin, die eine Vorliebe für sogenannte PIWI-Sorten hat. Dabei handelt es sich um spezielle Reben, die besonders pilzwiderstandsfähig sind und sich für die nachhaltige Bewirtschaftung - so wie es Berger handhabt - eignen.
Kennenlernpakete bei Kleine Zeitung „Ganz nah!“
Die Mühen machen sich bezahlt: Im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung wurden Anfang Mai die besten Weine Kärntens ausgezeichnet. Im Zuge der Berglandbewertung wurden in sieben Kategorien die Landessieger und der „PIWI“-Wein des Jahres ermittelt. Letzteren entschied Berger mit ihrem „Gemischter Satz 2024“ (Solaris, Cabernet Blanc und Blütenmuskateller) für sich. Der Wein besticht mit seiner hellgelben Farbe und dem feinen Geruch nach Hollunder und Lindenblüten.
Von der hohen Qualität des Flattacher Weinguts können sich potenzielle Kunden beim Event Kleine Zeitung „Ganz nah!“ selbst überzeugen. Von 26. bis 28. Juni 2025 öffnet die Kleine Zeitung am Standort in Klagenfurt ihre Türen und gibt allen Interessierten einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des größten Kärntner Medienhauses. Auf die Besucher warten unter anderem exklusive Hausführungen, ein Q&A mit Chefredakteur Wolfgang Fercher, Buchpräsentation mit „Lost Places“-Autor und Kleine-Digitalchef Georg Lux sowie eine exklusive Verkostung vom Kärntner Weinbauverband am Freitag, bei der die Siegerweine der Landesweinprämierung in Kennenlernpakete zusammengestellt und zum Kauf angeboten werden. Die Teilnahme an den Führungen und allen Programmpunkten ist für alle kostenlos und nur mittels Vorab-Anmeldung oder per Mail an diskussionktn@kleinezeitung.at mit den Tagen beziehungsweise Programmpunkten möglich.