Das Jahr 2026 wird als universelles „Jahr 1“ betrachtet, was für Neuanfänge und Wachstum steht. Die Zahl zwei steht unter anderem für Partnerschaft, Harmonie und emotionale Verbundenheit. Genau diese Punkte scheinen die perfekte Grundlage für den Beginn eines Ehelebens zu sein und daher ideal für Hochzeiten. Viele Hochzeiten werden gerne im Sommer oder Herbst und vor allem an Samstagen gefeiert.
Viele beliebte Daten, vor allem jene, die sich schön lesen, fallen in diesem Jahr auf einen Samstag. Dazu zählen der 06.06.2026, 20.06.2026, 08.08.2026, 10.10.2026 und der 12.12.2026. Auch ein Freitag passt perfekt zur Zahlensymmetrie, daher ist auch der 26.06.2026 durchaus beliebt. Das zeigen auch die aktuellen Hochzeitstermine, die bereits bei den Standesämtern im Lavanttal gebucht sind. Im Standesamt Bad St. Leonhard ist der 6. Juni sehr gefragt, in St. Georgen sind drei Hochzeiten am 6. oder 26. Juni, und in Wolfsberg haben fünf Brautpaare bereits eine Trauung für den 26. Juni reserviert.
Blickt man auf das Jahr 2025 zurück, so gab es in Bad St. Leonhard 27 standesamtliche Trauungen und in St. Georgen war es leider ein schwaches Hochzeitsjahr mit lediglich drei Trauungen. Wie beliebt jedoch das Jahr 2026 ist, zeigen die aktuellen Reservierungen bei den Standesämtern. So sind in Bad St. Leonhard bereits 27 Trauungen, in Wolfsberg 80 und in St. Georgen sieben angemeldet, wobei laufend neue Anfragen eintrudeln. Auch wenn der Sommer nach wie vor die beliebteste Zeit bei Hochzeiten ist, zeigt sich mittlerweile eine Trendwende. Haben viele Brautpaare sich früher für die Monate Mai oder Juni entschieden, verteilen sich die Hochzeiten mittlerweile von Mai bis Oktober, wobei die Nachfrage für Trauungen in den Wintermonaten durchaus gestiegen ist. Wir zeigen, welche Wandlungen Hochzeiten mittlerweile gemacht haben, neue Trends, perfekte Locations und worauf Brautpaare für den perfekten Tag achten müssen.
Freie Trauungen werden immer beliebter
An großer Beliebtheit erfreuen sich mittlerweile „freie Trauungen“ – eine individuell gestaltete, nicht-rechtliche Hochzeitszeremonie, die unabhängig von Standesamt oder Kirche stattfindet. Denn auch wenn kirchliche Hochzeiten nach wie vor beliebt sind, entscheiden sich viele mittlerweile für andere Alternativen. Im Lavanttal sind Orte wie die Moselebauer Alm am Klippitztörl, der Klein-Henner in St. Georgen, der Kulturstadl Maria Rojach oder das Gasthaus Gössnitzer im Granitztal, wobei dort auch standesamtlich geheiratet werden kann. Der Vorteil daran ist auch, dass die komplette Hochzeitsfeier, inklusive Essen, an einem Ort stattfinden kann.
Für diese Art der Trauung werden gerne Traurednerinnen und Trauredner mit ins Boot geholt, die persönliche Geschichten über das Brautpaar vorbereiten und vortragen. Eine von ihnen ist Claudia Ellersdorfer-Steiner aus St. Paul, die mit ihrem „Herzversprechen“ schon mehrere Hochzeiten begleiten durfte. „Die neue Generation, die heiraten möchte, legt viel mehr Wert auf Authentizität, persönliche Momente und Individualität. Sie wollen alte Traditionen aufbrechen und darauf versuche auch ich mich als Traurednerin vorzubereiten“, informiert Ellersdorfer-Steiner. Wie sie darauf kam, Traurednerin zu werden? „Ich war immer öfter auf Hochzeiten, wo anstatt der Kirche freie Trauungen abgehalten wurden. Vor Leuten zu reden war noch nie ein Problem für mich, auch nicht zu schreiben. 2022 sind Freunde an mich herangetreten und wollten mich als freie Rednerin. Auch wenn ich zuerst nervös war, hätte es nicht besser laufen können und das Brautpaar war so wie ich überglücklich. Ich liebe Hochzeiten und die schöne Stimmung an diesem Tag“, schwärmt die Lavanttalerin.
Eine zwingende Ausbildung gibt es für Trauredner zwar nicht, Ellersdorfer-Steiner lässt sich jedoch immer wieder von einer langjährigen Traurednerin coachen. „Der Zusammenhalt unter allen Traurednern ist groß, Neid gibt es dort kaum.“ Freie Trauungen bringen auch gewisse Vorteile mit sich. „Viele gehen zuerst ins Standesamt für den rechtlichen Teil, mit Freunden und Familien wird dann die freie Trauung zelebriert. Da ist dann auch Ort und Zeit egal, man ist total ungebunden. So kann man auch um 17 Uhr bei Sonnenuntergang auf der Koralpe heiraten oder unter dem Baum, mit dem das Brautpaar persönliche Erinnerungen teilt“, zählt die Traurednerin auf.
Vor der Hochzeit trifft sie sich mit dem Brautpaar für ein bis zwei tiefgehende Gespräche, um eben den persönlichen Moment zu schaffen. „Dabei gehen wir das gesamte Leben durch, auch die nicht so schönen Momente. Als Rednerin ist es wichtig, so viel wie möglich zu erfahren. Für mich ist es einfach schön zu sehen, wie unterschiedlich jede Liebesgeschichte ist“, so Ellersdorfer-Steiner. Sie selbst rät Brautpaaren, sich ein Jahr vor der Trauung um eine Traurednerin zu kümmern: „Eine Rednerin, die ich kenne ist schon für das Jahr 2028 gebucht. Spontan geht auch, aber da muss man sich im Klaren sein, dass es dann nicht klappt.“
Standesamtliche Trauungen
Für diejenigen, für die das Standesamt „zu langweilig“ ist, gibt es im Lavanttal weitere Orte, an denen standesamtlich, also die rechtliche Trauung, möglich ist. So kann am Reiterhof Stückler in St. Margarethen in einer Waldlichtung standesamtlich aber auch in Form einer freien Trauung „Ja“ gesagt werden. Der Rundum-Service geht beim Stückler von der Dekoration bis hin zu ausgewählten Menüs und einer Party-Location für danach.
Nach wie vor beliebt ist eine standesamtliche Trauung auf Schloss Wolfsberg, die entweder auf der Schlossterrasse, im Jagdsaal oder dem Wintergarten abgehalten werden kann. In der Nähe gäbe es auch die Möglichkeit einer kirchlichen Trauung in der Markus-Kirche, wobei diese auch im Schloss stattfinden kann. Gegessen und gefeiert werden kann anschließend im Roten Saal oder dem Teesalon.
Eine weitere Möglichkeit einer standesamtlichen Trauung bietet das Schloss Lichtengraben in Bad St. Leonhard, wobei auch dort eine freie Trauung abgehalten werden kann. Orte dafür sind entweder im romantischen Schlossgarten, dem festlichen Saal oder der Bibliothek. Auch in Bad St. Leonhard wird ein Rundum-Programm geboten. So können vor Ort ein Catering, Fingerfood und Getränke gebucht werden. Hinzu kommt, dass auf Schloss Lichtengraben die Möglichkeit besteht, vor Ort zu übernachten.
Das perfekte Styling
Für den perfekten Hochzeitsmoment darf auch das perfekte Styling nicht fehlen. Dazu zählen neben dem Brautkleid und Anzug auch die richtige Frisur und das perfekte Make-up. Dafür sorgt unter anderem die Lavanttalerin Nicole Hartl, die mittlerweile in Wien lebt und als Hair & Make-up-Artist in ganz Österreich unterwegs ist. „Kreativität war schon immer ein Teil von mir und ein Pinsel war von Anfang an mein Begleiter. Zuerst auf Papier, später immer mehr im Gesicht. Mich faszinieren dabei nicht nur die optischen Veränderungen, sondern auch, wie das gesamte Auftreten beeinflusst werden kann“, sagt die 30-Jährige, die vor jeder Hochzeit ein Probe-Styling macht.
Die ausgebildete Visagistin arbeitet seit über acht Jahren in dem Bereich, auch in der Fernsehbranche: „Dort zählt jedes Detail, jede Minute und die absolute Verlässlichkeit. Genau diese Erfahrung ist auch bei Hochzeiten unglaublich wertvoll. Denn neben dem Styling geht es auch darum Ruhe auszustrahlen, flexibel zu sein und die Braut an diesem Tag auch emotional zu begleiten.“ Was aktuelle Trends sind? „Ich merke stark, dass sich viele Bräute wieder mehr Natürlichkeit wünschen. Ein großer Fokus liegt auf der Haut, die gesund und lebendig wirken soll, fast so, als wäre sie ungeschminkt. Auch bei den Haaren geht der Trend klar in eine weichere, natürlichere Richtung, damit sie nicht ‚gemacht‘ , sondern selbstverständlich wirken. Gleichzeitig merke ich auch, dass viele Bräute nicht nach Trends gehen, sondern sich einfach selbst erkennen wollen.“
Der Tag der Hochzeit beginnt für Hartl recht früh: „Wir gehen Schritt für Schritt durch das Styling. Mir ist es wichtig, dass kein Stress entsteht. Dabei entstehen oft die schönsten Momente. Je nach Ablauf bleibe ich vor Ort und begleite das Foto-Shooting, so kann ich sicherstellen, dass alles sitzt.“ Für Termine sollte man sich so früh wie möglich unter office@makeupbynicolehartl.com melden. „Bräute melden sich bereits ein Jahr im Voraus, teilweise sogar noch früher. Es lohnt sich aber immer anzufragen, denn es ergeben sich auch kurzfristig Möglichkeiten“, betont Hartl.
So früh wie möglich sollte man sich auch bei Petra Pflegpeter-Gfrerer von Pflegpeter Couture melden. Denn die Damenkleidermacherin hat sich auf Hochzeitskleider und Trachtenmode spezialisiert. „Ideal wären acht Monate bis zu einem Jahr im Voraus“, so die 40-Jährige, die seit 2014 selbstständig ist. Pflegpeter-Gfrerer, die sich eher als Handwerkerin sieht, gestaltet individuelle, maßgeschneiderte Brautkleider und Trachtengilets für Herren. „Bei der Erstberatung sprechen wir, was sich die Braut genau vorstellt. Danach können meine Kollektionskleider durchprobiert werden und die Braut bekommt ein Gefühl dafür, was ihr steht und worin sie sich wohl fühlt. Danach wird der Grundschnitt auf einem Probestoff probiert, wobei ich dort noch jede Anpassung machen kann. Danach geht es ins Detail“, erklärt Pflegpeter-Gfrerer, die ihr Atelier in Hainsdorf 16, Eitweg hat.
Sie selbst legt sich nicht auf Trends fest, denn für sie ist jedes Kleid individuell. „Natürlich ändert sich immer wieder etwas. Aktuell merke ich, dass beispielsweise französische, feine Spitze beliebt ist. Meine Braut denkt vor allem nachhaltig, viele verwenden ihre Kleider auch später noch“, sagt die Kleidermacherin.
Hochzeiten sind jedes Jahr beliebt, auch wenn das Jahr 2026 viele beliebte Daten bietet. Trends kommen und gehen, am wichtigsten ist jedoch, dass dieser Tag für das Brautpaar passt, egal ob traditionell oder nicht.