Am Mittwoch, dem 11. Juni, tagte der St. Andräer Gemeinderat im Gasthaus Deutscher. Auf dem Punkt 9 der Tagesordnung stand die Resolution zur Schließung des Asylheims in Lamm auf der Saualpe an das Land Kärnten. Begründet wurde die Resolution von der Stadtgemeinde mit einem merklich gesunkenen Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und dass die exponierte Lage in Lamm nicht förderlich für die Integration der Asylwerber sei. Gemeinderat Gerald Edler (TK) sprach sich in der Diskussion als einziger Politiker gegen die Resolution aus: „Seit elf Jahren besteht das Asylantenheim in Lamm und mir sind bisher keine groben Vorfälle bekannt, weder Übergriffe, noch Beschimpfungen oder wilde Ausschreitungen. Außerdem sind dort drei Arbeitsplätze geschaffen worden.“ Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Jürgen Ozwirk (FPÖ) begründete die von seiner Partei initiierte Resolution: „Das Heim in Lamm ist keine ideale Lösung. Die Saualpe ist ein wachsendes Tourismusgebiet. Es wäre für uns besser, wenn das Heim woanders wäre.“