Mit der offiziellen Eröffnung am 11. April 2025 ist die dritte Baustufe am Landeskrankenhaus (LKH) Wolfsberg abgeschlossen. Seit 2013 wird an der Modernisierung des Kabeg-Standorts gearbeitet. Der dritte Bauabschnitt wurde im Frühjahr 2021 begonnen und im Dezember 2024 baulich fertiggestellt. Im Zuge der Eröffnung wurde dem Krankenanstaltendirektorium die Auszeichnung „klimaaktiv Gebäudestandard Gold“ für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen überreicht.
Insgesamt 55 Millionen für Modernisierung
„2018 begann man mit den Planungsarbeiten der Baustufe 3, die Hauptbaumaßnahmen wurden im Jahr 2021 gestartet“, erinnert sich die Kaufmännische Direktorin des LKH Wolfsberg, Margit Schratter. Insgesamt wurden rund 55 Millionen Euro in die Modernisierung des LKH Wolfsberg investiert, davon etwa 38 Millionen Euro in die aktuelle Bauphase. „Mit der Investition in die Modernisierung des Standortes bieten wir unseren Patienten eine zeitgemäße Infrastruktur und unseren Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld“, sagt Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel. Zentrales Projekt war die neue Zentrale Ambulante Erstversorgung (ZAE), in der unter anderem die Notfallaufnahme, die Zentrale Anmeldung, das Institut für Radiologie und die Dialyse untergebracht sind. „Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet dies optimierte Abläufe, kürzere Wege und eine bessere Orientierung“, erklärt Pflegedirektorin Claudia Obersteiner.
Ein wichtiger baulicher Aspekt war die Neugestaltung der Rettungszufahrt und die Trennung der Patientenströme. Für infektiöse Patienten wurde ein eigener Zugang geschaffen. „Mit der Trennung der Patientenströme soll verhindert werden, dass man sich im Wartebereich ansteckt“, so die Medizinische Direktorin Sonja-Maria Tesar. Die Radiologie wurde in den unmittelbaren Bereich des Schockraums verlegt. Bereits Ende Mai 2024 wurden die ersten Personen in der neu gestalteten Dialyse betreut, die nun in barrierefreien Einzelkojen beziehungsweise einem großen Therapieraum untergebracht ist. Der neue Dialysebereich verfügt über einen eigenen Zugang und reservierte Parkplätze an der Westseite des Gebäudes. „Somit kommen Patienten direkt in das Gebäude und müssen den Bereich der Notfallambulanz nicht mehr durchkreuzen“, heißt es aus dem Krankenanstaltendirektorium.
Nächste Schritte
Mit Abschluss der Baustufe 3, bei der es im Jahr 2022 aufgrund statischer Probleme zu einem Baustopp und Verzögerungen kam, konzentriert sich die Kabeg nun auf die Planungen für den vierten Bauabschnitt. „Diese beinhaltet eine Neustrukturierung der Bettenstationen der Inneren Medizin, der Unfallchirurgie und der Chirurgie“, informiert Landesrätin Beate Prettner.