Wellen bis nach Deutschland schlug die hitzige – oder besser gesagt flüssige – Debatte in der jüngsten Sitzung des Wolfsberger Gemeinderates. Als es um die Reduktion der Förderung für den Bundesliga-Fußballverein WAC ging, schoss sich Tourismusreferentin Isabella Theuermann (FPÖ) wegen des notwendigen Sparkurses auf die Städtepartnerschaften mit Herzogenaurach (Deutschland) und Várpalota (Ungarn) ein. „Wie erklärt ihr der Bevölkerung, dass meistens die SPÖ und ein bisschen die ÖVP dorthin fahren und x-tausende Euros vertrinken?“, fragte sie. Theuermanns Behauptung, Städtepartnerschaften seien nichts anderes als „Trinkfeste“ oder „Saufgelage“, entbehre jeglicher Tatsache, konterte Gemeinderat Jürgen Nickel (SPÖ). Der einstige Vizebürgermeister, der auch für den Tourismus verantwortlich zeichnete, entschuldigte sich öffentlich für „diese entgleisende Aussage“, in der Hoffnung, dass niemand aus den beiden Partnerstädten den Live-Stream der Sitzung zufällig mitverfolgte.
Städtepartnerschaft
Bayrischer Bürgermeister kontert: „Das hat nichts mit einem Saufgelage zu tun“
FPÖ-Stadträtin behauptete, dass Politiker von SPÖ und ÖVP bei Besuchen „x-tausende Euros vertrinken“. Nun griffen mehrere Medien aus Wolfsbergs Partnerstadt Herzogenaurach den Bericht der Kleinen Zeitung auf.
© Sandra Zarfl