Die frostigen Temperaturen und das schöne Wetter laden zum Eislaufen ein. Freigegeben sind mittlerweile der Rauschelesee, der Aichwaldsee und der Hörzendorfer See. Sie werden vom Eislaufverein Wörthersee betreut. Allerdings kommt es auch immer wieder vor, dass nicht frei gegebene Natureisflächen zum Eislaufen genutzt werden. Hiervor warnt die Österreichische Wasserrettung. "Im Gegensatz zu betreuten Eisflächen, ist Eislaufen auf nicht betreuten Natureisflächen mit schwer abschätzbaren Risiken verbunden. Zuflüsse, Quellen, Wasserpflanzen, Ufernähe, unterschiedliche Intensität der Sonneneinstrahlung oder auch Stege (mit Enteisungsanlagen) und die Witterung beeinflussen die Eisbildung bzw. die Qualität des Eises", sagt Daniel Fleischhacker, ÖWR-Landesreferent für Öffentlichkeitsarbeit.

"Im Ernstfall geht es um Minuten"

Die ÖWR-Einsatzkräfte üben eine Eisrettung
Die ÖWR-Einsatzkräfte üben eine Eisrettung © ÖWR

Ein Eiseinbruch kann für den Betroffenen, etwaige Ersthelfer oder Einsatzkräfte große Gefahren bedeuten. "Das eiskalte Wasser verursacht einen Schock. Der Wärmeverlust im Wasser ist zirka 30 Mal höher als an Land. Folgen sind schnelle Erschöpfung und eintretende Bewegungsunfähigkeit. Daher fällt es schwerer einen Hilferuf abzusetzen oder sich einfach am Eis festzuhalten. Im Ernstfall geht es um Minuten", sagt Fleischhacker. Wichtig ist, sofort einen Notruf unter 144 oder 130 abzusetzen, bevor man eine Rettungsaktion wagt. "Vor allem in der Nähe des Eislochs und dort wo das Eis brüchig ist, sollte man sein Gewicht möglichst breit auf der Eisfläche verteilen – hinlegen, sich liegend der Einbruchsstelle nähern. Der direkte Kontakt zum Eingebrochenen muss unbedingt vermieden werden", erläutert Fleischhacker, der empfiehlt ein Seil, eine Jacke oder einen Ast der eingebrochenen Person zu reichen. "Ist man selbst eingebrochen, sollte man laut um Hilfe rufen und versuchen sich selbst aus der gefährlichen Situation zu befreien", sagt Fleischhacker.