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Verkehr in KlagenfurtScheider: "Lasse Begegnungszone in der Bahnhofstraße ausarbeiten"

Begegnungszone oder Parkplätze – wie soll es in der Bahnhofstraße weitergehen? Am Runden Tisch diskutieren Verkehrsreferent Christian Scheider (FPÖ), Architekt und Gemeinderat Elias Molitschnig (Grüne) und Wirtschaftsvertreter Max Habenicht die Ideen.

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Diskussionsrunde Autos in der Innenstadt Kamot Klagenfurt Jaenner 2020
Molitschnig, Scheider und Habenicht diskutierten kontroversiell aber konstruktuv © Markus Traussnig
 

Als Elias Molitschnig von den Grünen mit einem Antrag an den Gemeinderat den Vorstoß machte, die Bahnhofstraße zur Begegnungszone umzubauen, kam von Ihnen, Herr Habenicht, ein postwendendes Nein – ohne ausführliche Begründung. Warum sind Sie gegen die Idee?
MAX HABENICHT: Ich sage ja nicht, dass die Situation in der Bahnhofstraße so bleiben soll wie sie ist, im Gegenteil: Es muss sich etwas tun! Aber wir brauchen ein Gesamtkonzept für den Verkehr in der Innenstadt und in der Peripherie. Wir wissen, wie viel Fußgängerzone eine Stadt mit 100.000 Einwohnern verkraftet, der Handel alleine kann die Bahnhofstraße nicht nach oben bringen. Da wird es noch einen Schrumpfungsprozess geben. Wir müssen auch darüber reden, wie wir Wohnraum und andere Arbeitsstätten in die Stadt bringen.
ELIAS MOLITSCHNIG: Ich habe nur eine Diskussion neu aufgenommen, die seit Jahren geführt wird, aber eingeschlafen ist. Mir geht es darum, dass wir die Straße jetzt so gestalten, dass in den nächsten 30 Jahren das sowohl als auch möglich ist – also Autoverkehr, eine Begegnungszone oder eine Fußgängerzone. Max, wir sind vorhin gemeinsam her spaziert und wurden fast überfahren – weil es hier auch baulich keine Gleichwertigkeit der Verkehrsteilnehmer gibt. Die Bahnhofstraße reicht von Fassade zu Fassade – derzeit gibt es ein überbreites Angebot für Autos. Für Fußgänger ist die Straße unattraktiv, für Radfahrer lebensgefährlich.
CHRISTIAN SCHEIDER: Für Radstreifen fehlt hier der Platz.
MOLITSCHNIG: Ich will ja keinen Radstreifen, ich will eine gerechte Verteilung des öffentlichen Raums, wissend, dass die heilige Kuh Auto nicht ausgesperrt werden kann. Beim Fleischmarkt ist man von der Idee der Fußgängerzone abgekommen, jetzt sind die Randsteine für die nächsten 30 Jahre einbetoniert – und plötzlich wünschen sich die Geschäfte dort etwas anderes. Man sollte bei solchen Entscheidungen nicht nur Anrainer, sondern auch Menschen aus anderen Stadtteilen einbeziehen, denn auch die nutzen den Raum.
SCHEIDER: Aus der Bahnhofstraße eine Begegnungszone zu machen und zu glauben, das löst das Problem des Geschäftesterbens . . . entschuldigung, das wird nicht funktionieren. Es braucht Wirtschaftsmaßnahmen und Initiativen vom Stadtmarketing, das jetzt hoffentlich bald Fahrt aufnimmt.

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Danke für Ihr Verständnis.

pianofisch
0
8
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Hindernis?

Weil er ein Ansuchen stellen müsste und ein paar Abgaben zahlen müsste, verwehrt der Herr Habenicht also seinen Kunden einen Fahrradständer.
Na, da gehen wir unsere Uhrbatterie künftig gleich mal woanders tauschen.

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CuiBono
2
8
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Ja, wenn...

...der Tennistaschenträger, Bierseidelschwinger und Bänkelsänger Scheider vom Fusse des Wörthersees sich um was zu kümmern beginnt, ja dann......wird alles gut.

Oder hab ich da was falsch verstanden?!

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VH7F
10
8
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Wenn ich mit dem Auto nicht mehr in die Innenstadt komme,

Werde ich dort nicht mehr einkaufen, außer es trägt mir jemand die Taschen.

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gintonicmiteis
2
10
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Und daheim wischt dir wohl auch jemand den Hintern?

Unglaublich, dass vor gerade mal 30 Jahren viele Familien nur ein einziges Auto hatten und nicht überall damit hinfahren mussten... wie haben dir nur überlebt???

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Lage79
5
17
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Der Herr Habenicht ist ein Bremser der...

keinerlei Veränderung möchte und mit seiner Engstirnigkeit und seiner Macht schon mehrmals großartige Innerstädtische Ansiedelung (z.B. K&Ö) verhindert hat. Egal um was es auch geht, hier werden Positionen immer so abgewogen, dass Hr. Habenicht im Vorteil ist. Es wäre mal schön aus der Klgft. Innenstadt eine moderne Einkaufsstadt zu machen und das sind nunmal große Fußgängerzonen die zum Flanieren einladen. So lange die Politik und einzelne Personen mit zuviel Macht und Einfluss nur auf sich schauen wird sich leider nichts verändern!

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gintonicmiteis
0
9
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Die Altparteien bewegen sich eben nicht gerne

Und Herr Habenicht muss seiner ÖVP brav Folge leisten.

Hoffentlich gibt es bei der nächsten Wahl mehr Alternativen (bei den Grünen gibt es ja leider auch nur wenige Hoffnungsträger wie Herrn Molitschnig)

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wjs13
2
10
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Noch mit keinem Wort erwähnt

auch von der Kleinen nicht, von wo bis wohin diese Begegnungszone gelten soll? Wohl kaum von Waaggasse bis Bahnhof.
Fallen dem auch die bald letzten Behindertenparkplätze am Nordende zum Opfer?
Die Geschäfte werden gezwungen um viel Geld behinterngerechte Eingänge zu schaffen und dann werden Behinderte von der Innenstadt quasi ausgesperrt.

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