Mit einem Mordversuch endete im Mai vergangenen Jahres ein Drogendeal in Klagenfurt: Ein Rumäne (19) wollte einen Ägypter (17) zur Rede stellen. Dieser habe ihn angeblich betrogen und ihm ein Gramm Cannabis zu wenig gegeben.
Doch die Aussprache eskalierte. Der Ägypter, er ist in der Klagenfurter Drogenszene als „Sissi“ bekannt, holte einen Landsmann zu Hilfe und attackierte den Rumänen. Mit einem Messer stach er zweimal auf den 19-Jährigen ein. Einmal in den Oberschenkel, einmal in den Rücken. Letztere Verletzung war lebensgefährlich, stellte eine Sachverständige später fest. Das Opfer wurde notoperiert und überlebte.
Alles abgelehnt
Im vergangenen Oktober musste sich der Ägypter, der sämtliche Unterstützungen (Arbeitsprojekte, Deutschkurse usw.) abgelehnt und sein Leben mit Drogengeschäften finanziert hat, wegen Mordversuchs am Landesgericht verantworten. Er wurde zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt. Zur Erklärung: „Sissi“ war zur Tatzeit ein Jugendlicher, dadurch hat sich der Strafrahmen für diese Tat auf 1 bis 15 Jahre reduziert.
Dagegen hat der 17-Jährige am Oberlandesgericht (OLG) Graz Berufung eingelegt – und ist damit am Mittwoch abgeblitzt. „Der Berufung wurde nicht Folge gegeben. Es bleibt bei der Freiheitsstrafe von vier Jahren“, heißt es von der Medienstelle des OLG Graz.