Über das Vermögen der IMC Catering Systems GmbH mit Sitz im Klagenfurter Lakeside wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Konkursverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten betragen derzeit insgesamt rund 64.400 Euro. Aktiva sind in der Größenordnung von rund 3400 Euro vorhanden. Von der Insolvenz sind sieben Gläubiger, allerdings keine Dienstnehmer betroffen. Laut Antrag ist weder die Fortführung des Betriebes, noch der Abschluss eines Sanierungsplanes aus heutiger Sicht beabsichtigt.

Besagte GmbH wurde im Jänner 2022 gegründet und bietet seither Ingenieurleistungen zur Systementwicklung von Cateringsystemen an und ist überdies in der Entwicklung von Roboterautomation für automatisierte Lösungen tätig. Zusätzlich wird ein Handel mit Waren aller Art betrieben. Als Geschäftsführer fungiert Patrick Zirngast. Alleingesellschafter ist Norbert Ambros.

Bereits seit der Gründung der Antragstellerin im Jahr 2022 bediente sich die Schuldnerin einer anderen Gesellschaft, nämlich der IMC Projekt, deren Inhaber Alfred Lanz war, als Subunternehmerin. Die Projektabwicklungen der Schuldnerin erfolgten durch die IMC Projekt, die über das hierfür erforderliche Know-how verfügte. Auch die Kundenbetreuung wurde von der IMC Projekt beziehungsweise von Alfred Lanz übernommen. Sämtliche Küchenplanungsaufträge wurden somit über die IMC Projekt abgewickelt. Die weitere Tätigkeit der Schuldnerin, die Entwicklung automatisierter Großküchenroboter, beschränkte sich noch auf die Erstellung eines Konzeptes und stellte diese noch kein marktfähiges Produkt dar.

Ausbleibende Einnahmen und unerwarteter Stillstand

Völlig unerwartet verstarb Alfred Lanz Ende September dieses Jahres. Zumal die Projektabwicklung zur Gänze über Lanz erfolgte, befanden sich auch sämtliche Projektunterlagen im nunmehrigen Nachlass und waren für die Schuldnerin bis Mitte November auch nicht zugänglich. Nunmehr stellt sich die Projektabwicklung durch die Schuldnerin selbst, aufgrund des plötzlichen Ablebens von Herrn Lanz und dem Wegfall seiner Expertise, als unmöglich heraus. Die ausbleibenden Einnahmen der Schuldnerin sowie der unerwartete Stillstand der Projektabwicklungstätigkeit in den bereits laufenden Aufträgen, führten schließlich dazu, dass die Schuldnerin in eine schwierige wirtschaftliche Situation geriet, von welcher sie sich nicht mehr erholen kann.

Zudem kam es bereits bei einigen laufenden Projekten mitunter zu Vertragsauflösungen und wurden weiters Schadenersatzansprüche in noch nicht bezifferter Höhe angekündigt. Daher konnten diese auch nicht im nachfolgenden Status Berücksichtigung finden.

Forderungen können bis zum 13. Jänner 2024 über den KSV1870 oder den AKV eingereicht werden.