Die Flut ist heuer ausgeblieben, zumindest in Kärnten. Die Häuslbauer im Land sind dankbar, von der Naturkatastrophe im Sommer, die in anderen Bundesländern eine Spur der Verwüstung gezogen hat, verschont geblieben zu sein. Die Unwetter haben sich in den Jahren 2022 und 2023 bei „Kärntner in Not“ mit Rekordspendeneinnahmen niedergeschlagen. Heuer kehrt man also wieder in den „Normalzustand“ des Hilfsprojektes zurück, das seit 24 Jahren die Unterstützung von Menschen in prekären finanziellen Verhältnissen als wichtigste Aufgabe verfolgt.

Da sind die 722.000 Euro, die vom Start der Weihnachtsspendenaktion am 23. November bis zum 23. Dezember unter dem Weihnachtsbaum gelegt wurden, eine grandiose Basis für die Hilfsleistungen des nächsten Jahres. 972.666 Euro sind die Einnahmen von 2024 gesamt, und somit hat die treue Hilfsgemeinschaft von „Kärntner in Not“ trotz Krisen, Teuerungen und Wirtschaftsflaute ein hohes Maß an Zusammenhalt demonstriert. Schonungslos haben aber die Teuerungen auch in Kärnten bedrohliche Szenarien hervorgerufen.

Wie kürzlich berichtet, hat „Kärntner in Not“ versucht, dem etwas entgegenzusetzen und den Ankauf von wichtigen Lebensmitteln gefördert, die in den Sozialmarkt-Läden, den Läden der Caritas und der Lebensmittelausgabe der Arge Sozial in Villach an Menschen mit nachgewiesenen untersten Einkommen ausgegeben werden.

1,2 Millionen Euro hat der Verein heuer für Menschen in unterschiedlichsten Notlagen ausgeschüttet, ein Teil davon ging auch noch an die Katastrophenopfer des Sommers 2023. Den „Schicksalsfällen“ der Aktion 2023/24 konnten alle vereinbarten Unterstützungen mit den zweckgewidmeten Spenden ermöglicht werden. So wird es auch 2025 sein, die Spenderfamilie hat die fünf neuen Fälle bereits jetzt mit ausreichenden Mitteln ausgestattet, sodass die vereinbarten Vorhaben für Isabel, Silvio, Lisa, Michael und Ella durchgeführt werden können.

Beim Partnertreffen von „Kärntner in Not“ waren Teuerung und Wohnungsnot wichtige Themen. Am Erfahrungsaustausch nahmen teil: Landeshauptmann Peter Kaiser, LH-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Wolfgang Leitner vom Bürgerservice des Landes, Christian Eile, Caritas Kärnten, Hannes Guggenberger und Ines Obex-Mischitz von „Rettet das Kind Kärnten“, Susanne Hager und Astrid Jäger, Lobby für Kinder, Elisabeth Wappis, „Hilfe im eigenen Land“, für den Kooperationspartner BKS Bank Vorstandsvorsitzender Nikolaus Juhász, die Ehrenmitglieder Herta Stockbauer, Reinhold Dottolo, Wolfgang Rausch und vom Vereinsvorstand Obfrau Antonia Gössinger, Uwe Sommersguter, Chefredakteur Wolfgang Fercher, Albert Lesjak und Susanne Koschier.

„Was man präventiv machen kann, wird durch die Teuerung wieder aufgebraucht“, sagte Kaiser. Schaunig wies auf die Erhöhung der Wohnbeihilfe auf 50 Millionen Euro hin. „Man kann am Beispiel England sehen, was passiert, wenn ein Land in gesellschaftlichen Fragen falsch abbiegt“, wies Juhász auf die erschreckende Zahl von Obdachlosen hin. Eile plädierte dafür, Risiken zu vergemeinschaften.