Große Angst standen am Samstagabend einige Touristen im Badeort Jesolo aus. Sie glaubten zu sehen, dass junge Männer, die in einem Auto an ihnen vorbeifuhren, ein Sturmgewehr aus dem Auto hielten. Das berichtet die italienische Tageszeitung „Il Gazzettino“ . Es war am Samstag gegen 19 Uhr, als die aufgebrachten Touristen bei der Polizei Meldung erstatteten. Da im Stadtzentrum von Jesolo bereits eine „rote Zone“ gilt, in der verstärkt Kontrollen durchgeführt werden, um die Gegend sicherer zu machen, ging der Polizei-Einsatz schnell über die Bühne.

Das alles wurde im Auto sichergestellt
Das alles wurde im Auto sichergestellt © Polizei

Das Auto mit den beschuldigten Insassen - fünf Männer im Alter zwischen 24 und 31 Jahren - konnte angehalten werden. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges wurde ein täuschend echt aussehender Nachbau einer Kalaschnikow AK-47 gefunden, vermutlich eine Softgun. Auch ein Klappmesser wurde sichergestellt. Die Kontrolle der aus der Dolomiten-Gemeinde Belluno stammenden Männer ergab, dass vier von ihnen bereits wegen Drogenhandels, Vandalismus und Körperverletzung amtsbekannt sind. Sie wurden für sechs Monate aus dem Stadtgebiet von Jesolo verbannt. Alle fünf Männer wurden angezeigt.

Weiterer Vorfall

In der ebenfalls in der italienischen Region Veneto gelegenen Stadt Padua sorgten in der vergangenen Woche sieben Schüsse, die aus einem vorbeifahrenden Auto in der Innenstadt abgegeben wurden, für Aufsehen. Die Polizei konnte schließlich einen 22 Jahre alten aus Albanien stammenden Mann als Verursacher identifizieren. Ob es sich bei der Schussabgabe, bei der zum Glück niemand verletzt wurde, um eine Mutprobe handelte oder um einen Einschüchterungsversuch, ist laut der Tageszeitung „Il Gazzettino“ nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Der Mann, der nach Auswertung von Überwachungsvideos anhand seines Autokennzeichens identifiziert wurde, gestand im Rahmen der bei ihm durchgeführten Hausdurchsuchung, bei der Waffe und Munition gefunden wurden, geschossen zu haben. Er wurde angezeigt.