"Situation unerträglich"Landwirtschaftskammer fordert Nummerntafel-Pflicht für E-Bikes

Verbotenes Mountainbiken in Wäldern und auf Almen wird zunehmend zum Problem. Die Kärntner Landwirtschaftskammer appelliert an Verkehrsministerin Gewessler, die rechtlichen Voraussetzungen für eine Kennzeichenpflicht für E-Bikes zu schaffen.

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Symbolfoto © Scheriau
 

Kärnten hat mehr als 3000 Kilometer Mountainbike-Routen und 230 Kilometer Single-Trails. Diese gesicherten und markierten Radwege und Trails sorgen für ein geordnetes und sicheres Miteinander zwischen Mountainbikern und Grundeigentümern. "Leider werden dennoch zunehmend Wälder und Almen abseits der ausgeschilderten Strecken von Mountainbikern durchfahren, sogar Grabungen und Anschüttungen vorgenommen oder auch Zäune und Bäume beschädigt. Die Situation wird unerträglich", zieht der Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten, Siegfried Huber Bilanz über die heurige Mountainbike-Saison.

Kommentare (37)
NightflyerXX
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Stehen...

... leicht Landwirtschaftskammerwahlen vor der Tür?

Alles klar, deshalb, wird also wieder einmal diese Sau durch das Dorf getrieben...

Langsam sollte es sich doch herumgesprochen haben, dass gerade das Haftungsproblem in Wirklichkeit gar keines ist - bitte doch einfach einmal Tante Google bemühen.

Und zur Kenntnis nehmen, dass der Wald eben doch für alle da ist.

permanentmarker
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Aber die Trails

und downhill Rennstrecken die nun überall die schönsten Almwiesen
bzw. Schiabfahrten mehrfach über die ganze Breite kreuzen werden toleriert . Da werden die steilsten Hänge angeschnitten , Wege und die dringend notwendigen Sprunghügel aufgeschüttet , Wurzelstöcke ausgebaggert Bäume aus dem Weg geräumt - kurz gesagt - eine Vergewaltigung der Natur wie sie kein Harvester zusammenbringt . Wenn dann der Hang abrutscht, darf die öffentliche Hand natürlich wieder alles bezahlen .
Das alles nur um ein paar Adrenalin-Suchtler in die Region zu locken und die Auslastung der Bergbahnen zu sichern.

Hinauftreten tut von denen ja eh keiner, geht ja schon wegen des spez. downhill Radl nicht.

eddymurx
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Vor jeder

Landwirtschaftskammerwahl wird das Thema wieder aufgewärmt. Langweilig!
Und ich dachte schon: endlich gibt es einige Wölfe und wir Mountainbiker sind nicht mehr der Lieblingsfeind Nr. 1 der Kammerfunktionäre.

berdolino1
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….ist doch lächerlich Herr Präsident!

Weiterhin werden Mountainbiker (ob mit oder ohne E) von der Landwirtschaftskammer, Jäger, Forst- und Gutsbesitzern als Rowdies und Umweltzerstörer angepatzt.
Wir alle kennen aber die Schäden die durch einen Harvester, Forwarder oder beim Bau neuer Forststraßen angerichtet werden…,diesbezgl. herrscht Schweigen im Walde!
Klar braucht es ein klares Miteinander, auch die Politik ist gefordert endlich Rechtsicherheit zu schaffen und die Waldbesitzer aus der Haftung zu nehmen. Deshalb bitte Fakten auf den Tisch, kein Populismus und Biker Bashing, sondern Fair Play, …der Wald ist für ALLE da, nicht nur für eine bestimmte Gruppe!

ebner333
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Unfug..

Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen...beim benützen eines Harvesters,Baggers etc, geschieht dies unter Aufsicht und unter klaren Regeln!
Zudem führt dies meist der Waldbesitzer selbst aus,somit ist es legal.

Und ihr letzter Spruch...nein der Wald ist NICHT für alle da!
Sie bewegen sich hier zu einem großen Teil auf PRIVATBESITZ,und sind maximal ein geduldeter Besucher....wann geht das endlich mal in die Köpfe der Leute rein...?

RonaldMessics
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@ebner333

Machens mal ihre Augen auf. Der Mensch zerstört mit seinem CO2 Auto mehr Besitz, als sie je haben werden. Aber ist halt nicht IHR WALD, daher Ihnen egal. Trockenheit und saurer Regen vor ca. 30 Jahren war extrem zerstörerisch. Die Entschwefelung der Treibstoffe haben auch nicht die bezahlt.
Und jeder neue Forstweg verursacht mehr Schaden als alle Mountainbiker dieser Erde.
Sie sind nicht alleine auf der Welt

HSterbenz
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Frage der Legalität...

... ist teilweise nur auf veraltete und nicht mehr zeitgemäße Gesetze zurückzuführen:
z.B. vor noch nicht so langer Zeit, war es Frauen nicht erlaubt zu wählen?

und

wie kommt man denn in so einen Waldbesitz? (überzogen ein Erbe des Mittelalters, wo Reiche reicher und Arme ärmer wurden?) und warum werden Forststraßen in diesen Privatbesitzen von Steuergeldern saniert?

und

Die Forstschäden, die ich im Wald durch schweres Gerät miterleben musste, kann keine auch noch so wildgewordene Mountainbike Truppe in Jahrzehnten verursachen. Jaja, es ist legal, weil es Privatbesitz ist. Aber die Bodenverwüstungen betrifft auch hier die Natur und das Wild - unser gemeinsames Erbe - bringt aber Einzelpersonen gutes Geld und ist deshalb stillschweigend hinzunehmen.

mahue
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Manfred Hütter: jedem seine Meinung

Ich frage mich nur was ist in Wald und Berg gesünder.
Mit Rucksack mit Wetterschutz und Jause und Getränk, richtiger Kleidung und Schuhwerk, 4 Stunden zu Wandern.
Oder 4 Stunden in buckliger Haltung am Drahtesel zu sitzen, egal ob ohne oder mit E-Motor.
Wer zusätzliche Kondition schinden will, kann im Tal und am Berg die öffentliche Wege benutzen (und nur diese).
Wer Downhill-Biken will, muss halt die zugelassenen Trails und Parks benutzen, aber mit Verbot auf Wanderwegen und geschlossenen privaten Forststraßen.

mahue
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Manfred Hütter: Zusätzlich

Hatte 20 Jahre ein eigenes Pferd. Bin mit Freunden oft am Wochenende zu einer Buschenschank oder Gasthaus geritten. Vom Stallbesitzer wurden wir genau mit Karte informiert, welche Wege wir benutzen dürfen in Absprache mit Bauern und großen Forstbesitzern. Mussten selten eine öffentliche Bundesstraße, Landstraße queren oder entlangreiten. Alles nur Sache der Planung.

RonaldMessics
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Dabei höre ich....

...dass die Grünen eine Verbotspartei wären, stimmt nicht, auch Manfred Hütter schwärmt nur so von Verboten.
Bayern und Südtiroler sind cleverer. Ist so.

mahue
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Manfred Hütter: werter Ronald

Ich schwärme nicht von Verboten, sondern vom Einhalten normaler Regeln.
Sehen mein Sohn (13) und ich Hinweis/Verbotstafeln halten wir uns als fleißige Wanderer daran, dies kann man auch von Radsportlern mit Mountainbike verlangen, Kreuz und quer durch den Wald zu gehen ist auch nicht überall erlaubt schon seit Jahrzehnten, um Schwammerl oder Beeren zu pflücken, wird auch von der Bergwacht kontrolliert.
Wenn der Nachbar mit seinem Auto im Garten einen Flurschaden anrichtet ist es sein eigenes privates Problem. Bewege ich mich auch erlaubt, auf fremden Grund und Boden, muss ich dies Unterlassen (denke da z.B. an Müll durch Wanderer und Bodenzerstörung durch Fahrräder, die wenn man mit offenen Augen durch die Wälder geht, sehen kann (weil in dieser Sportgruppe spricht sich manche Strecke durch Mundpropaganda herum und wird verstärkt genutzt. So weit geht freie Nutzung aller der Natur nicht.

RonaldMessics
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wer sich selbst....

...als Heiliger hinstellt. sollte mal ehrlich auch über seine Übertretungen im Alltagsleben nachdenken, und bei Mut berichten.
Ich bin völlig bei ihnen, dass sich zu viele Menschen nicht an Regeln halten. Auch ich nicht immer. Aber die Lösung, so wissen es die Fachleute liegt an der Erweiterung der MTB-Angebote. Warum gehts in Bayern, warum in Südtirol, warum in Kärnten am Weissensee?????

mahue
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Manfred Hütter: Aussagen von Paco Wrolich im Bericht lesen

Ist als Ex-Radprofi für Regeln und nicht für Wildwuchs nach eigenem Gutdünken der Bike-Fahrer ob hobbymäßig oder in einem Verein als Leistungssportler.

RonaldMessics
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@mahue

Aber bitte auch weiterlesen, denn er (Paco) weiß auch, dass der Wildwuchs durch die Angebotserweiterung reduzierbar ist, Und genau dass soll erreicht werden.

mahue
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Manfred Hütter: Zusatz

Verstaucht oder verletzt sich ein Wanderer abseits der markierten Wege einen Fuß und kann nicht mehr weiter, oder köpfelt ein Biker bergab in einen Graben oder prallt gegen einen Baum, muss er oft wenn alleine gesucht werden und mit hohen Kosten durch Rettungsdienste geborgen werden, damit er Erstversorgung erhält und ins Krankenhaus kommt.

RonaldMessics
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@mahue

Auch im Autoverkehr gibt es mühevolle Bergungen. Dann sollte ja auch dies im Rahmen der Diskussion überlegt werden. Holztransporter angestürzt, Traktor in einen Graben gekugelt, Paragleiter mühevoll geborgen.
Mir sind diese schubladierten einseitigen Meinungen über das Mountainbiken ein Greuel.

Thetis
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gehts um MTB allgemein,

oder nur um E-Biker? Wenn schon, dann aber Kennzeichenpflicht für alle Radfahrer (siehe CH). Ich sehe E-Biker wenig auf Waldwegen herumbrettern. Ist mit dem E-Bike auch nicht so fein weil das Gerät viel schwerer ist, als ein normales MTB. Im übrigen gehören E-Biker eher zur etwas älteren Klientel und die gehen's meist gemütlicher an.

madermax
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"(siehe CH)"

Die Velovignette? Die gibt's doch schon seit 10 Jahre nicht mehr... Oder was genau meinen Sie?

mahue
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Manfred Hütter Unfälle

Tägliche Berichte in Medien zeigen ein anderes Bild, als von Ihnen argumentiert

mahue
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Manfred Hütter Unfälle

Tägliche Berichte in Medien zeigen ein anderes Bild, als von Ihnen argumentiert

mahue
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Manfred Hütter: natürlich Kennzeichen

Die heutigen E-Bikes sind nicht viel langsamer, als in meiner Jugendzeit und noch heute die Mopeds (wenn sie nicht manipuliert sind) mit roter Nummerntafel (nur Gott sei dank leiser, obwohl die Geschwindigkeit und das lautlose speziell im verbauten Gebiet zu Problemen führen kann).
Ich war mit meinen Fahrädern als Kind und Jugendlicher selten im Wald und am Berg obwohl am Land aufgewachsen (Patschengefahr und zu anstrengend ohne E-Motor).
Heute wird ein E-Bike gekauft und ohne Anstrengung kommt man Überall hin. Aber außer frische Luft tanken, für den Körper tut man wenig.
Jetzt mit 63 habe ich noch kein E-Bike sondern ein normales mit Gangschaltung. Die nächste Anschaffung wird vielleicht, weiß nicht wann, ein Rollator sein.

RonaldMessics
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Wünsche....

....der Polizei viel Glück bei der Lenkererhebung. Am Besten gleichzeitig bei den Behörden Personal reduzieren. 😉😒

RonaldMessics
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Steuermittel für...

...Forstwege nur dann, wenn auch der Forstweg das Radfahren erlaubt. Mehr offene Forstwege und Single-Trails ergeben mehr Radfahrer auf diesen Wegen, Und hört nicht auf die unobjektive Landwirtschaftskammer. Denen geht's eh nur ums Geld. Lasst dies unabhängige Experten entscheiden. Warum ist in Bayern der Wald noch vorhanden, die Aufforstung und Jagd gegeben. Desto in Südtirol.
Bei der Landwirtschaftskammer ist Jammern Pflicht, denn jammern bringt Steuergeld.

Lauren
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Forstwege Förderung ...

nur wenn auch Radfahren erlaubt ist ... das ist genau so wie wenn ich sage Wohnbauförderung nur dann wenn jeder der vorbei kommt das Recht hat es sich im fremeden Wohnzimmer bequem zu machen.

mcmcdonald
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Wäre es ihnen lieber...

...wenn tausende Quadratkilometer nicht betreten werden dürfen? Da ja Privatgrund? Irgendwo muss Besitz auch eingeschränkt sein, sonst dürfen wir uns nur mehr auf Gehsteigen fortbewegen....

silentbob79
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Und Wohnbauförderung

nur wenn man auch andere Leute in seinem Haus wohnen lässt.

Und was ist mit Motocross- und Geländewagenfahrern? Ist deren Steuergeld weniger wert als das der Radfahrer?

Und wenn Sie schon die Bayern ansprechen. Die haben wohl auch erkannt, dass "alles erlaubt" nicht ganz der richtige Weg ist und die Rechte der Radfahrer in den letzen Jahren wieder erheblich eingeschränkt ...

 
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