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Delikt Folge 6"Part of the game": Von einem Serientäter in Sachen Korruption

Eine Tonbandaufnahme löste im Jänner 2010 ein politisches Erdbeben aus, weit über Kärnten hinaus. Die Phrase "Part of the game" wurde zum Synonym für ein dreistes System an Korruption an dessen Spitze der inzwischen vierfach verurteilte Politiker Uwe Scheuch stand.

© Weichselbraun
 

Hier können Sie "delikt kostenlos hören:

Uwe Scheuchs politische Karriere nahm mit einer Serie an Korruptionsskandalen, die Anfang der 2010er Jahre ans Licht kamen, ein Ende. Die juristischen Nachwehen reichen allerdings bis in dieses Jahr.

Scheuch war die "Part of the game"-Affäre zum Verhängnis geworden. Ein belastendes Tonband hatte den Weg in die Öffentlichkeit gefunden: Der damalige FPK-Chef besprach darin, dass seine Partei von den Investitionen eines Russen profitieren solle – in Form einer "Spende", wofür es wiederum Staatsbürgerschaften geben solle. Die Justiz nahm Ermittlungen auf.

Das ist einmalig in der Geschichte Österreichs, dass ein Politiker dermaßen zugelangt und über die Stränge geschlagen hat, ja zum Serientäter auf dieser Ebene wurde.

Thomas Cik
Bei dem spektakulären Prozess sprachen Scheuch und seine Weggefährten von politischem Einfluss auf die Justiz, einer Hexenjagd. Die Selbstinszenierung als Opfer nutzte nichts, Scheuch wurde schuldig gesprochen. Und das nicht nur in diesem Fall: die Broschüren-Affäre, der Untreue-Prozesse, und die Causa Ideenschmiede folgten und brachten zutage, mit welcher Dreistigkeit sich die Mächtigen in den Nullerjahren und frühen 2010ern im Land bedienten. "Part of the game" wurde zum Synonym für ein System, in dem Korruption selbstverständlich war.

Thomas Cik begleitete den "Part of the Game"-Prozess für die Kleine Zeitung und spricht mit David Knes über einen Fall, der in die Kärntner Zeitgeschichte einging.

Thomas Cik (rechts) im Gespräch mit David Knes Foto ©

Kommentare (6)
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Bond
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Beeindruckend

Souveräne Zusammenfassung und Analyse eines Jahrhundertkrimis. Kompetent geschildert, Hut ab. Ein perfekter Auftritt. Die Rolle der Staatsanwaltschaft wäre in dem Podcast vielleicht noch ausbaufähig gewesen. Immerhin konnten die Birnbachers das erschlichene Millionenhonorar wegen Verjährung behalten. Ebenso waren die Geldstrafen für Uwe Scheuch lächerlich gering, wohl weil er unwidersprochen behaupten konnte, sein Monatseinkünfte betragen weniger als 2000 Euro.

helmutmayr
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Ich sage nur

Buwog und Grasser, Strache und Ibiza.
U Ausschuß zur Parteienfinanzierung.

Prozentuell gesehen ist der Anteil der Korrupten in der Politik beachtlich.

lenigsch
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Heute...

läuft es vielleicht nicht mehr so offensichtlich ab.
Aber wenn ich mir Ibiza und die Spesen-Affäre ansehe, hat sich nicht viel geändert.

Hausverstand100
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Uwe

Geh in den Häfn!

tannenbaum
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Geh,

geht’s nicht schon wieder auf die FPÖler los! Die sind eh alle so überkorrekt und setzen sich so uneigennützig für den sogenannten kleinen Mann ein!

ronny999
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Richtig der Hatsche

hat ja die Spesen für seine Kleine Mann Freunde gebraucht.