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Gmünd, KlagenfurtNach drei Jahren auf der Flucht: Ex-KTZ-Chef verhaftet

Polizeieinsatz bei Wohnhaus in Gmünd. Sondereinsatzkommando "Cobra" hat Dienstagnachmittag Dietmar Wassermann, Ex-Geschäftsführer der mittlerweile eingestellten "Kärntner Tageszeitung", verhaftet.

Dietmar Wassermann wurde gefasst © RIE-PRESS
 

Knalleffekt in den jahrelangen Ermittlungen gegen den ehemaligen Medienmanager und Miteigentümer der mittlerweile eingestellten "Kärntner Tageszeitung" (KTZ). Der seit mehr als drei Jahren weltweit steckbrieflich gesuchte Dietmar Wassermann wurde Dienstagnachmittag von Angehörigen des Sondereinsatzkommandos "Cobra" und Ermittlern des Landeskriminalamtes in seinem Haus in Gmünd verhaftet.

Wassermann wurde laut Tina Frimmel-Hesse, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, bereits in die Justizanstalt Klagenfurt überstellt. Dort sitzt er nun in Auslieferungshaft nach Deutschland. Wann Wassermann, für den die Unschuldsvermutung gilt, ausgeliefert wird, hängt davon ab, ob Wassermann dem zustimmt.

Vorwurf des Steuerbetrugs

Der Oberkärntner hätte im Jänner 2014 die Untersuchungshaft in Deutschland antreten sollen. Kurz zuvor war er allerdings untergetaucht. Die deutschen Behörden werfen Wassermann und elf mutmaßlichen Komplizen einen großangelegten Steuerbetrug vor. Angenommener Schaden: rund 3,8 Millionen Euro. Wassermann hat diese Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Doch auch in Kärnten droht dem Unternehmer Ärger. Im Zusammenhang mit der KTZ-Pleite ermittelt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt gegen ihn und sechs weitere Personen, unter anderen wegen des Verdachts der Untreue, der betrügerischen Krida und des Betrugs. Auch diese Vorwürfe hat Dietmar Wassermann stets zurückgewiesen.

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