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KärntenProfis testen Kärnten als Destination für Homosexuelle

Karl Krause und Daan Colijn reisen um die ganze Welt und bloggen darüber. Wie das gleichgeschlechtliche Paar seinen Urlaub in Kärnten erlebt hat.

Das Pärchen ist in einem Veldener Hotel abgestiegen
Das Pärchen ist in einem Veldener Hotel abgestiegen © Karl Krause/Daan Colijn/coupleofmen.com
 

Wie urlaubt es sich für ein homosexuelles Pärchen in Kärnten? Keiner kann diese Frage wohl besser beantworten, als  Karl Krause und sein Partner Daan Colijn. Die beiden Blogger haben vor Kurzem den Selbsttest gewagt.

Kärnten ist keineswegs die erste Destination, die das Pärchen aus Amsterdam auf den Prüfstand nimmt. Seit mehreren Jahren reisen Krause und Colijn um die ganze Welt, und berichten online über ihre Erfahrungen.

Kanada, Island und Spanien sind nur drei der Länder, die sie schon besucht haben. "Dort fühlten wir uns als offen lebendes Männerpaar am wohlsten", erklärt Krause, der gebürtiger Deutscher ist. "Unser Schwulsein beeinträchtigte unsere Reisen in diese Länder eigentlich kaum, obwohl wir natürlich besonders großen Wert auf genau dieses Thema legen." In anderen Teilen der Welt hingegen werde gleichgeschlechtlichen Paaren sogar ein Doppelbett verwehrt, so Krause. Aber wie sieht es mit jenem Bundesland aus, das in Österreich einen tendenziell konservativen Ruf hat? 

Erster Eindruck positiv

Anlässlich des Pink Lake-Festivals haben Krause und Colijn Kärnten einen Besuch abgestattet. Vor Kurzem gingen ihre Blog-Beiträge dazu auf coupleofmen.com online. Ihr erster Eindruck war durchaus positiv. "Wir waren wohl zu einer der schwulenfreundlichsten Zeiten in Kärnten", lautet das Fazit. Sie selbst haben zwar keinerlei Anfeindungen erfahren. Im Gespräch mit einheimischen Homosexuellen haben sie aber auch weniger erfreuliche Geschichten zu Hören bekommen. Auf einer Freundlichkeits-Skala von ein bis zehn würde Kärnten daher sechs Punkte bekommen.

Händchenhalten, ein Kuss zwischendurch und das bewusste beobachten der Reaktionen darauf ist unser Indiz für einen schwulendfreundlichen oder homophoben Ort in der Welt.

Karl Krause, Blogger

Generell versuchen die Beiden auf ihren Reisen ihre sexuelle Einstellung offen zu zeigen, jedoch ohne zu provozieren: "Händchenhalten, ein Kuss zwischendurch und das bewusste Beobachten der Reaktionen darauf ist unser Indiz für einen schwulenfreundlichen oder homophoben Ort in der Welt." Wichtig sind ihnen aber auch Gespräche mit Einheimischen, denn das "kann keine Momentaufnahme während einer Reise ersetzen."

Nicht jede Reise lief so reibungslos ab, wie die nach Kärnten. Negative Erfahrungen haben Krause und Colijn etwa in Tallinn bei der "Baltic Pride"-Parade. Krause: "Es kam zwar zu keiner körperlichen Gewalt, doch verbale Anfeindungen, Drohungen und sehr negative Kommentare in den Sozialen Netzwerken ließen uns sehr erschrecken. Doch genau diese Erlebnisse machen uns stärker und unterstützen unser Vorhaben, mit unserem Blog das Thema gleiche Rechte für gleiche Liebe in die Welt hinaus zu tragen und dafür einzustehen."

Es dürfte übrigens nicht der letzte Kärnten-Besuch der Beiden sein. "Wir lieben die Berge, die unberührte Natur und das kulturelle Erbe Europas hier in Kärnten", sagt Krause. "Zudem haben wir wunderbare Freunde machen können, die wir unbedingt wiedersehen wollen."

Kommentare (1)

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gintonicmiteis
0
1
Lesenswert?

ob deren Erlebnis

während der GTI-Zeit (und dem... ähm... "speziellen" Publikum dabei) auch so positiv wäre...?

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