Die Lange Nacht der Forschung am Freitag in Klagenfurt war wieder ein voller Erfolg: Rund 9000 Besucher strömten auf den gemeinsamen Campus der Universität Klagenfurt und des Lakeside Park, um Wissenschaft hautnah zu erleben. Mit 106 Stationen, rund 500 Forschern und einer Veranstaltungsfläche von 27 Hektar präsentierte sich die Veranstaltung so groß wie noch nie.
106 Forschungsstationen
Von Beginn an herrschte reges Interesse: Bereits die Eröffnungsshow im Hörsaal A zog hunderte Menschen an, als sich alle Stationen in jeweils 20 Sekunden kurzweilig und unterhaltsam vorstellten. In den darauffolgenden Stunden nutzten Besucher aller Altersgruppen die Gelegenheit, Forschung interaktiv zu entdecken, auszuprobieren und mit Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.
Der Blick hinter die Kulissen der vielfältigen wissenschaftlichen Landschaft Kärntens war an 106 Forschungsstationen möglich. Beantwortet wurden Fragen, die viele beschäftigen: Welche technischen und psychologischen Waffen verwenden Online-Betrüger? Können Videospiele Menschen weiser machen? Kann KI kreativ sein? Wie werden Motoren und Zahnräder besonders leise und zuverlässig? Wie kann ein Pool ohne Chemie sauber bleiben? Wie verändert das Schmelzen der alpinen Gletscher Kärnten? Auch die Angebote für Kinder und Familien wurden intensiv genutzt.
Uni und Lakeside Park
„Forschung an Universitäten hat letztlich ein Ziel: Wir wollen mit Erkenntnisgewinn dazu beitragen, dass sich unsere Gesellschaft positiv weiterentwickelt. Damit wir diese Arbeit verantwortungsvoll tun können, brauchen wir den Austausch und die Vernetzung mit möglichst vielen Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. Die Lange Nacht der Forschung in Klagenfurt hat uns einmal mehr gezeigt, dass das Interesse überwältigend und die Menschen in Kärnten beeindruckend wissenschaftsbegeistert sind - ein wichtiges Signal für unsere Region“, so Rektorin Ada Pellert.
Bernhard Lamprecht, Geschäftsführer des Lakeside Park betont: „Die Lange Nacht der Forschung zeigt sehr eindrucksvoll, wie viel in Kärnten geforscht und entwickelt wird und macht sichtbar, welche Kompetenzen hier vorhanden sind. Der Lakeside Park selbst setzt einen starken Fokus auf Kooperation von Unternehmen, Innovation und angewandte Forschung. Man sieht besonders gut, wie Forschung in der Praxis eingesetzt wird – zum Beispiel in den Bereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz oder Robotik. Das ergänzt den universitären Teil sehr gut. Gleichzeitig bringt diese Veranstaltung Wissenschaft, Wirtschaft und Bevölkerung zusammen – ein Impuls, der für die weitere Entwicklung des Innovationsstandorts Kärnten von zentraler Bedeutung ist.“