Manche dürften es in Kärnten, Osttirol und der Steiermark bereits bemerkt haben: Der Himmel ist dieser Tage wieder mehrheitlich diesig. Der Grund dafür ist Saharastaub, der in größeren Mengen wieder als Band über Teilen Österreichs liegt.

Höhepunkt am Wochenende

Bestätigung dafür gibt es von Christoph Matella, Meteorologe vom Wetterdienst Ubimet: „Man sieht es bereits, das stimmt. Dabei ist die Konzentration noch sehr gering. In den kommenden Stunden kommt vom Südwesten her noch bedeutend mehr.“ Den Höhepunkt erwartet Matella am Wochenende von Freitag bis Sonntag, da sei mit stark diesigem und milchigem Himmel zu rechnen.

Ab Montag soll die Konzentration in der Luft wieder abnehmen. „In kleineren Mengen bleibt uns der Saharasand in der Luft aber noch weiter erhalten. Mindestens bis zur Wochenmitte“, prognostiziert der Meteorologe.

Entwarnung für Autofahrer

Saharastaub sei in Österreich nichts Besonderes, er komme immer wieder einmal vor. Warum er gerade jetzt in der Luft liegt, ist leicht erklärt: „Es gibt ein Tief über Spanien, weshalb die Höhenströmung auf Südwest dreht und diese Luft kommt daher zu uns“, sagt Matella. Der Saharastaub bleibe länger, weil die Luft durch den Hochdruckeinfluss in Österreich nicht abgedrängt werde.

Der Saharastaub ist übrigens für gesunde Menschen nicht gefährlich. Das Hauptproblem – und für viele ein Ärgernis – ist der am Auto sichtbar werdende Staub. „Aber auch da kann ich entwarnen. Durch den Hochdruckeinfluss ist kein Niederschlag in Sicht – und nur bei Regen wird der Staub auch am Boden und daher auf den Autos sichtbar“, erklärt Christoph Matella.