Seit fast zwei Monaten ist der aus Deutschland stammende Bergsteiger Kai M. im Ankogelgebiet verschwunden. Ein Foto, das er am 8. September einer Bekannten geschickt hat, war sein letztes Lebenszeichen. Mehrere Suchaktionen blieben ohne Erfolg. Die Chance, den 62-Jährigen lebend zu finden, gehe gegen null, so Horst Wohlgemuth, Leiter der Alpinpolizei im Bezirk Spittal.
Kai M. ist damit einer von etwa 1300 bis 1400 Menschen, die jedes Jahr in Kärnten als vermisst gemeldet werden. Die meisten dieser Fälle können allerdings innerhalb weniger Stunden aufgeklärt werden. Doch es gibt auch Menschen, die seit Jahren und Jahrzehnten verschwunden sind.
Dazu gehört auch die in Rumänien geborene ungarische Staatsbürgerin Rita Monika B.-G. Die Frau wird seit mittlerweile zwölf Jahren vermisst. Jetzt ist ihr Fall in sozialen Medien zum Thema geworden. Anlass ist ein erneuter Suchaufruf auf der Seite „Österreich findet euch“.
Die Frau wurde am 4. September 2013 das letzte Mal gesehen. Rita Monika B.-G., sie war damals 40 Jahre alt, war gegen 11.30 Uhr in Heiligenblut im Bezirk Spittal zu einer Wanderung ins Glocknergebiet aufgebrochen und nicht mehr in ihre Unterkunft zurückgekehrt. Das letzte Mal gesehen wurde die Frau gegen 19.45 Uhr, seitdem fehlt von ihr jede Spur. Auch mehrere Suchaktionen blieben erfolglos, heißt es auf der Homepage des Innenministeriums.
Rita Monika B.-G. ist laut Personenbeschreibung der Polizei 160 bis 165 Zentimeter groß, ist schlank, hat dunkelbraunes Haar und braune Augen. Sie trug eine blaue Dreiviertel-Jeans, vermutlich ein rotes T-Shirt, darüber eine helle Jacke, schwarz-blau-weiß-gemusterte Sportschuhe und eine schwarze Calvin Klein-Uhr.