Eines eint in der Causa Peršmanhof alle Parteien: der Ruf nach Aufklärung. Auch die FPÖ, die sich hinter den umstrittenen und für diplomatische Verwerfung sorgenden Einsatz vom vergangenen Wochenende stellt, fordert Aufklärung. „Wir wollen die Gründe für den Polizeieinsatz wissen, von wem er in Auftrag gegeben wurde und was vor Ort die Ereignisse waren. Alles andere zurzeit sind Mutmaßungen“, sagt der Kärntner FPÖ-Chef Erwin Angerer in einer Pressekonferenz am Freitag.
Ob ein Anrücken mit Hubschrauber, Polizeigründen und schneller Interventionsgruppe in der Bad Eisenkappler Peripherie wegen mutmaßlichen Verstößen gegen Naturschutz- und Campinggesetz angemessen war, sei derzeit schwer zu beurteilen. „Ich habe das Vertrauen in die Polizei, dass sie einen Einsatz nur so macht, wie er nach ihrer professionellen Einschätzung nötig ist“, sagt Angerer. Wie die Polizei derzeit behandelt wird, habe sie sich nicht verdient.
Die FPÖ fordert Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) auch dazu auf, deutliche Worte in Richtung Antifa zu finden. Es brauche klare Worte, um „unsere Heimat, Bevölkerung und Traditionen“ zu verteidigen. Vor allem das beim antifaschistischen Camp am Peršmanhof aufgetauchte Plakat mit den Worten „Heimat im Herzen, Scheiße im Hirn“ können laut Freiheitlichen nicht unkommentiert bleiben. „Das tut mir am meisten weh, dass jemand, der seine Heimat liebt, verunglimpft und beschimpft wird“, sagt Angerer.