Kärntens „Liebesengel“ Martina Sottovia ist wieder auf ihrer Mission, Singles zu verkuppeln. Unterstützt wird die St. Veiterin diesmal von künstlicher Intelligenz (KI). Das Pilotprojekt fand im März am Flughafen Klagenfurt statt, seither wurde die KI weiter verbessert und verfeinert. „Das Event in Klagenfurt war ein Erfolg, nur kam am Flughafen nicht so viel Romantik auf.“ Daher kehrt sie zurück zum Ursprung ihrer Single-Veranstaltungen: das Weingut Taggenbrunn. Hier brachte sie bereits bei Speed Dating-Events Singles an einem Ort zusammen. „Von zwei, drei Paaren weiß ich sicher, dass sie zusammen sind“, sagt Sottovia. Vom letzten KI-unterstützten Event am Flughafen haben sich ebenfalls vier, fünf Paare gefunden, die immer noch in Kontakt sind. „Ob daraus die große Liebe wurde, erfahre ich hoffentlich noch.“
Matching auf drei Ebenen
Die St. Veiterin stellte sich die Frage, was passiert, wenn künstliche Intelligenz auf echte Emotion trifft. Den Persönlichkeitstest, den alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren müssen, ließ sie von KI-Architekten Helmar Lipautz entwickeln. Die neue, weiterentwickelte Version, die für passende „Matches“ sorgen soll, basiert daher auf drei Ebenen.
- Tiefe und Werte: Hier geht es um das, was bleibt, wenn das erste Funkeln vorbei ist, um geteilte Werte, ähnliche emotionale Bedürfnisse und Bindungsmuster. Dieser Bereich basiert auf psychologischen Modellen wie den Big Five und der Bindungstheorie.
- Chemie und Knistern: „Unsere KI erkennt emotionale Gegensätze, energetische Reibungspunkte und potenziell magnetische Konstellationen. Denn ohne ein gewisses Knistern fehlt oft das gewisse Etwas“, erklärt Sottovia.
- Alltag und Realität: Da aber weder der erste noch der zweite Punkt viel hilft, wenn die Lebensmodelle völlig entgegengesetzt sind, wird hier geprüft, ob Tagesrhythmen, Freizeitverhalten, Kommunikation und Alltag kompatibel sind – für ein gelebtes Miteinander, das nicht an Kleinigkeiten scheitert.
Beim Event am Weingut Taggenbrunn am 21. August erkennen sich die potenziellen Matches schließlich per passenden Emojis auf den anonymisierten Namensschildern. Natürlich kann man aber auch andere Singles kennenlernen und muss sich nicht zwingend auf sein Match konzentrieren, sagt der „Liebesengel“. Zurzeit kann man sich noch anmelden, es sind sowohl auf der Männer- als auch Frauenseite noch Plätze frei.