Die Klimaanlagen und Ventilatoren surren wieder, Österreich wird von der ersten Hitzewelle des Jahres erfasst: Mit warmen Luftmassen aus Nordwesteuropa ist Hoch Xara eingetroffen und regiert bis Sonntag. Jetzt wird es täglich heißer und die bisherige Höchsttemperatur des Jahres (31,8 Grad, gemessen am 31. Mai an der Wetterstation Universität Innsbruck) wird auch in der Steiermark und in Kärnten geknackt.
Am Donnerstag sind morgens in Osttirol, im Mur- und im Mürztal noch einige Hochnebelfelder zu beobachten, die Temperaturen klettern dann aber bei Sonnenschein auf über 30 Grad in Kärnten und bis zu 28 Grad in der Steiermark.
Hoher Luftdruck sowie subtropische Luftmassen aus dem Südwesten Europas bestimmen am Freitag das Wettergeschehen. „Da werden wir 32 in Kärnten und 29 Grad in der Steiermark messen. Am Freitag knackt auch die Steiermark die 30-Grad-Marke“, sagt Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst Ubimet. Für Lienz prognostiziert die Unwetterzentrale fünf Tage in Folge mit 30 Grad oder mehr.
Strahlend blau wird der Himmel aber nicht sein. Derzeit liegt das an den Rußpartikeln, die die Waldbrände in Kanada freigesetzt haben, die abgebrannte Fläche von 26.000 Quadratkilometern entspricht der Fläche von Steiermark und Kärnten zusammen. Am Wochenende wird dann Saharastaub den Himmel trüben.
Temperatursturz folgt
Am Samstag und Sonntag werden dennoch die heurigen Temperaturrekorde in Kärnten (32,4 Grad am 6. Juni in St. Andrä) und der Steiermark (31,5 Grad am 7. Juni in Leibnitz) fallen, da klettert die Quecksilbersäule bis auf 33, vielleicht sogar 34 Grad. Die Allzeit-Junirekorde (38 Grad in Dellach/Drau bzw. 37,3 Grad in Mooslandl) sind aber nicht in Reichweite. Die Hitzewelle endet mit einem Krach, Sonntagnachmittag sind in Osttirol, Kärnten und in der westlichen Steiermark Gewitter angesagt, die für einen Temperatursturz sorgen. „Am Montag kühlt die Luft auf Höchstwerte zwischen 20 und 25 Grad ab, in Ausseerland bleiben die Temperaturen unter 20 Grad. Im Laufe der nächsten Woche wird es wohl wieder wärmer, die Hitze verabschiedet sich aber vorläufig“, so Zimmermann.