Rund 165 Feuerwehrleute haben am Sonntagabend gegen die Flammen bei einem Wirtschaftsgebäude in Oberdorf (Gemeinde Rennweg am Katschberg) gekämpft. Inzwischen sind die Helfer abgezogen, nur die FF Oberdorf ist noch vor Ort, um Brandwache zu halten. „Heu und Holz glühen noch“, berichtet Kommandant Franz Pirker. Wann „Brand aus“ gegeben werden kann, ist nicht bekannt.
Auch die Frage, wie viele Tiere verendet sind, kann nicht beantwortet werden. „Im Stall besteht Betretungsverbot wegen der Einsturzgefahr“, so Pirker. Brandermittler suchen weiterhin nach der Ursache der Feuersbrunst.
Unterstützung aus Salzburg
Der Brand ist am Sonntag um 23 Uhr ausgebrochen. „Ursprünglich wurden wir zu einem Kaminbrand alarmiert. Bei der Anfahrt haben wir aber den gewaltigen Feuerschein gesehen und gewusst, dass wir sofort weitere Feuerwehren nachalarmieren müssen. Es wurde sogar Abschnittsalarm für die Feuerwehren Lieser/Maltatal ausgerufen“, erklärt Josef Heiß, Abschnittfeuerwehrkommandant Lieser-/Maltatal. Es war die richtige Entscheidung, denn: Bald griffen die Flammen auch auf das Wohnhaus über. Vor Ort wurde ein Löschangriff von außen gestartet, Unterstützung gab es mit zwei Drehleitern.
„Eine Drehleiter wurde von der Feuerwehr Spittal/Drau gestellt, die zweite kam aus Salzburg. Die Kameraden aus Tamsweg und St. Michael waren rasch da und halfen uns. Das ist ein Sonderfall und nicht selbstverständlich. Aber es war notwendig“, so Heiß. Was den Einsatz noch einmal herausfordernder machte: Durch den starken Funkenflug wurden viele der umliegenden Häuser zusätzlich gefährdet. So brach zwischenzeitlich sogar ein zweiter Brand bei einem anderen Haus aus – hier konnte durch das rasche Einschreiten der Feuerwehren jedoch Schlimmeres verhindert werden.
Die beiden Hausbewohner im Alter von 53 und 47 Jahren konnten ihr Haus übrigens rechtzeitig und unverletzt verlassen – es war ihnen sogar noch möglich, einige Kühe und Kälber aus dem Stall zu retten.
Das Wirtschaftsgebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Am Dachstuhl des Wohnhauses entstand erheblicher Sachschaden.