Am 31. Mai feiert die Pride Parade in Klagenfurt ihr 10-jähriges Bestehen. Im Zuge dessen weht seit Mittwochfrüh eine Regenbogenfahne vor dem Amt der Kärntner Landesregierung. Gehisst wurde sie vom Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrätin Sara Schaar und der Klagenfuter Stadträtin Constance Mochar. „Mit der Fahne zeigen wir nicht nur Solidarität und Verbundenheit mit der Community. Wir setzen damit auch ein sichtbares Zeichen, dass Kärnten ein Land der Vielfalt, des Respekts, der Offenheit und der Toleranz ist. Kärnten ist heute genauso bunt und farbenfroh wie der Regenbogen“, erklärte Landeshauptmann Peter Kaiser.

Landeshauptmann Kaiser, Landesrätin Schaar, Stadträtin Mochar hissen gemeinsam Regenbogenfahne in Klagenfurt
Landeshauptmann Kaiser, Landesrätin Schaar, Stadträtin Mochar hissen gemeinsam Regenbogenfahne in Klagenfurt ©  LPD Kärnten/Jannach

Zahlreiche Veranstaltungen

Die Jubiläumsausgabe der Pride, eine aktivistische Feier der LGBTQIA+-Community, findet heuer mit einem umfassenden Rahmenprogramm statt. Neben der Parade am 31. Mai in der Klagenfurter Innenstadt, die vom Verein Queerinthia veranstaltet wird, wird auch ins Pride Village im Goethepark mit Showacts und Informationsständen eingeladen. Weiters gibt es seit 21. März im kärnten.museum die Ausstellung „Unsichtbar? Unaufhaltsam!“, die sich mit der Geschichte queerer Bewegungen in Kärnten und der Alpen-Adria-Region beschäftigt.

Kein Platz für Diskriminierung

Angesichts internationaler Entwicklungen warnt man auch vor zunehmender Diskriminierung: „Aufgrund aktueller Meldungen gilt es mehr denn je hinzusehen, wenn Diskriminierung von LGBTIQ+ Menschen und Menschen allgemein stattfindet“, betonte Stadträtin Mochar. Sie verwies unter anderem auf das Pride-Verbot in Ungarn, gewaltsame Übergriffe auf homosexuelle Männer in Österreich und diskriminierende Gerichtsurteile in Großbritannien. Man empfiehlt einen umfassenden Diskriminierungsschutz: „Für Landesstellen haben wir den vollständigen Schutz vor Diskriminierung. Aber auf Bundesebene in der Privatwirtschaft fehlt noch immer der Schutz vor sexueller Orientierung und des Alters. Die Umsetzung der EU-Richtlinien im Mai nächsten Jahres wäre eine große Chance, diese Lücke endlich zu schließen“, so Susanne Ebner, Leiterin der Kärntner Gleichbehandlungsstelle.