14,4 Millionen Euro sind im Jahr 2024 vom Bund für Projekte rund um die Wasserinfrastruktur geflossen. Diese hätten Investitionen von 26 Millionen Euro ausgelöst und zur Umsetzung von 68 Projekten geführt, zog die Kommission der Wasserwirtschaft am Montag Bilanz. „Wir müssen die Zeichen des Klimawandels ernst nehmen und jetzt die richtigen Weichen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser stellen. Wasser ist für Mensch und Natur lebenswichtig, es ist unsere kostbarste Ressource. Investitionen in die Wasserinfrastruktur haben deshalb höchste Priorität“, sagt der zuständige Minister Norbert Totschnig (ÖVP).

Neben dem Zuviel an Wasser sei zu wenig Wasser ebenso eine Herausforderung. Höhere Temperaturen und längere Trockenperioden können auch in Österreich zu kleinräumiger Wasserknappheit führen. „Insbesondere Projekte der Trinkwasserversorgung sind angesichts der notwendigen Anpassungen an den Klimawandel von hoher Priorität. Darüber hinaus ist auch die Sanierung unserer Kanalnetze und der Ausbau der Kläranlagen voranzutreiben. Ein großer Teil der Aufträge wird erfahrungsgemäß regional vergeben und sichert Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe der umgesetzten Projekte“, sagt der Wasserminister, der auf ein Projekt in Kärnten, bei dem die Stadt Villach am Hauptplatz 10 Bäume im „Schwammstadt-Prinzip“ pflanzt, verweist.

Anrainer geschützt

Auch in die Ökologisierung von Gewässern werde weiter investiert. Es gab grünes Licht für vier Projekte, die mit Bundesmitteln in der Höhe von rund 938.000 Euro unterstützt werden. Dadurch können etwa Querbauwerke wieder für Fische passierbar gemacht werden. Konkret kann so in Kärnten die Durchgängigkeit der Möll in der Gemeinde Großkirchheim durch den Wasserverband Mölltal verbessert werden. Die bestehende Sohlschwelle an der Möll wird dabei im Bereich der Krasserbrücke durch Umbau zu einer aufgelösten Rampe fischdurchgängig gemacht.

Der Schutz vor Naturgefahren wird auch in Zukunft im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Es wurden 31 Projekte für einen vorbeugenden Hochwasserschutz bzw. zur Instandhaltung von bestehenden Anlagen genehmigt. „Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition in mehr Sicherheit“, sagt Totschnig. Eines dieser wichtigen Projekte befindet sich in der Marktgemeinde St. Paul im Lavanttal, bei dem durch die Errichtung eines Retentionsbeckens mit einem Fassungsvermögen von 25.000 Kubikmetern am Langlbach 1500 Einwohner geschützt werden können.

Reinhart Rohr ernannt

Im Zuge der Sitzung hat sich die Kommission Wasserwirtschaft für die Dauer der 28. Gesetzgebungsperiode auch neu konstituiert. Den Vorsitz der Kommission hat erneut der niederösterreichische Landeshauptfraustellvertreter Stephan Pernkopf übernommen. Der Kärntner Landtagspräsident Reinhart Rohr wurde zu seinem Stellvertreter ernannt.