Es hätte ein Tag mit klaren Botschaften und zufriedenen Gesichtern werden sollen: der vergangene Samstag, als man in der Klagenfurter Messehalle zur Kinderschutztagung lud. Doch der erhoffte politische Rückenwind drehte sich während der Tagung. Der ungeschönte Tatsachenbericht einer Elementarpädagogin, die offen über die Belastung im Beruf sprach, wurde zigtausendfach angesehen, die Kinderbetreuung trat in der öffentlichen Debatte in den Vordergrund. Seither ist man in der SPÖ bemüht, kommunikativ zu retten, was zu retten ist. Landesgeschäftsführer Andreas Sucher etwa rückte via Facebook aus um daran zu erinnern, dass 2017 die Kindergartenmilliarde, die der damalige Kanzler Christian Kern (SPÖ) durchsetzen wollte, an Sebastian Kurz (ÖVP) gescheitert ist.
Krise in der Elementarpädagogik
Kinderbetreuung: Als sich die SPÖ selbst die Rote Karte zeigte
Die SPÖ setzte im letzten Wahlkampf stark auf das Thema Kinderbetreuung. Nun kämpft man um die Themenführerschaft.
© Dietmar Wajand