Wer in seinen jungen Jahren gerne Computer gespielt hat, hat in der Chirurgie gute Karten. Was überraschend klingt, wurde mittlerweile von zahlreichen Studien bestätigt. In der Privatklinik Maria Hilf operiert man wenn möglich nicht mehr am Patienten, sondern an der Konsole. Da Vinci nennt sich der mehr als eine Million Euro teure und mit vier Armen ausgestattete Roboter, der unter anderem Prostata, Niere, Blase oder Tumore entfernen kann und „Reparaturen“ im Darm oder an den Harnleitern erledigt. „Ein Chirurg kann mit dem Da Vinci stundenlang präzise und mit deutlich mehr Feinheiten, als mit der Hand, operieren“, sagt Urologe Wolfgang Loidl, der mehr als 1000 Operationen mit dem Roboter durchgeführt hat und dessen Wechsel nach Maria Hilf so etwas wie der Startschuss für das Großprojekt Da Vinci war.