„Es kann nicht sein, dass der Frauenarzt die Schmerzen nicht ernst nimmt, dass man mit 15 ohne Ursachenforschung einfach die Pille verschrieben bekommt und, dass man am Ende aus Verzweiflung ins Ausland fährt, um sich dort operieren zu lassen.“ Das sagt Anja (ganzer Name der Redaktion bekannt), wenn man sie auf ihr Martyrium anspricht. Die Operation, von der sie spricht, ist ihre Hysterektomie. Mit nur 22 Jahren ist sie nach Deutschland gefahren, um sich ihre Gebärmutter entfernen zu lassen. Ein drastischer Schritt, den sie nicht leichtfertig auf sich genommen hat. Sieben Jahre hat sie für diesen Eingriff gekämpft – er war das letzte Kapitel einer Leidensgeschichte, die an ihrem 15. Geburtstag begonnen hatte.
Gesellschaftliches Stigma
Wegen unerträglicher Schmerzen: 22-Jährige kämpfte für Gebärmutterentfernung
Nachdem sie jahrelang von Schmerzen geplagt wurde, ließ sich eine 22-jährige Linzerin die Gebärmutter entfernen. Bis dahin war es ein langer Weg. Kraft schöpfte sie auch aus einer Kärntner Selbsthilfegruppe.
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