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Impfstoffe nicht ausgewiesenUngarn mit ersten Vereinbarungen zu Grünem Pass

Ungarn verimpfte auch von der EMA noch nicht zugelassene Impfstoffe. Nun schloss Budapest mit Serbien, Montenegro, Slowenien und Bahrain bilaterale Vereinbarungen über die Anerkennung des ungarischen Immunitätspasses ab.

Der ungarische Immunitätspass
Der ungarische Immunitätspass © AP
 

Ungarn hat bereits mit vier Staaten bilaterale Vereinbarungen über die Anerkennung seines Corona-"Immunitätspasses" geschlossen, zu dem auch von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA nicht zugelassene Impfungen berechtigen sollen. Die Vereinbarungen beträfen Serbien, Montenegro, Slowenien und Bahrain, teilte die ungarische Regierung am Sonntag mit. Zudem werde mit Kroatien, Griechenland, Israel und der Slowakei verhandelt.

Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hatte eine Verhandlungsoffensive gestartet, um sicherzustellen, dass das nationale Impfzertifikat auch Auslandsreisen ermöglichen wird. Die Verhandlungen sind nötig, nachdem sich Budapest aus dem EU-Konsens absentiert hatte, indem es eigenmächtig chinesische und russische Coronavirus-Impfstoffe zuließ. Den Geimpften stellt es nun einen Immunitätspass aus, wobei aus diesem explizit nicht hervorgeht, welches Vakzin verabreicht wurde.

Die Europäische Union plant ein gemeinsames Impfzertifikat, das noch im Juni in Kraft treten und europaweit gelten soll. Offen ist dabei die Frage, ab wann man als geimpft gilt und welche Impfstoffe zugelassen werden. Das Europaparlament will nur die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EMA zugelassenen Corona-Impfstoffe in diesem Zertifikat sehen. Dies würde die chinesischen und russischen Vakzine ausschließen. Die EU-Regierungen, darunter jene Ungarns, drängen hingegen auf Wahlfreiheit. So soll jeder Staat selbst entscheiden können, welche Impfungen er im Grünen Pass anerkennt.

Nachvollziehbarkeit

Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne scheinen in dieser Frage auch unterschiedliche Prioritäten zu haben. So sagte eine Sprecherin von Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) der APA, Österreich setzte sich "für einen breiten Rahmen ein, was die akzeptierten Impfstoffhersteller betrifft". Das Gesundheitsministerium bevorzugt eine gemeinsame europäische Listung von anerkannten Impfstoffen. "Um für die europäischen Bürger ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit auch bei Reisen zu ermöglichen, sollte ein gemeinsames europäisches Vorgehen anhand einer international abgestimmten Positiv-Liste angestrebt werden", sagte eine Sprecherin. "Bei dort gelisteten Impfstoffen muss sichergestellt sein, dass sie die notwendigen Voraussetzungen für die Anerkennung im Rahmen des Grünen Passes erfüllen."


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Kommentare (11)
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dieRealität2019
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So und jetzt?

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Kurz hat klar und ohne Zweifel auf das Problem mit dem kommenden grünen Impfpass verwiesen, wie wir sehen können was auch eingetreten ist. Daher gibt es auch verständlicherweise vorweg den österreichischen grünen Impfpass. Wir müssen uns selbst kümmern für die Gültigkeit und Anerkennung.
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Ungarn hat bereits mit vier Staaten bilaterale Vereinbarungen über die Anerkennung seines Corona-"Immunitätspasses" geschlossen, zu dem auch von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA nicht zugelassene Impfungen berechtigen sollen. Die Vereinbarungen beträfen Serbien, Montenegro, Slowenien und Bahrain, teilte die ungarische Regierung am Sonntag mit. Zudem werde mit Kroatien, Griechenland, Israel und der Slowakei verhandelt.
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Festzuhalten ist, dass EMA, die Europäische Arzneimittel-Agentur ist eine Agentur der Europäischen Union, die für die Beurteilung und Überwachung von Arzneimitteln zuständig ist. Ihre frühere Namensbezeichnung war Europäische Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln.
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Festzuhalten ist, dass EMA weltweit keine Kompetenz noch Prüfungsverfahren abwickelt noch allein medizinische Kompetenz besitzt. Auch andere Länder besitzen derartige Arzneimittel-Agenturen. Vollkommener Schwachsinn zu behaupten Ungarn hat in Europa die höchste Sterblichkeitsrate.

Laser19
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Für den Impfpass ist nur erheblich

ob die Impfung vor der Infektion schützt, Nebenwirkungen sind dafür egal, sie werden ja nicht übertragen.

Bereits
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Ist Ungarn überhaupt noch Mitglied der EU oder kassiert es nur mehr die Millionen aus Brüssel?

BernddasBrot
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Ich werde meinen Grünen Pass

im Kaufhaus Österreich bestellen , damit ich ungehindert nach Wien und Budapest fahren kann...

wirklichnicht
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Akzeptierte Impfstoffhersteller - eine rein politische Diskussion

Ob jetzt durch Nebenwirkung von Sputnik oder Sinopharm in Ungarn Leute sterben ist das Risiko von Ungarn selbst, aber für das Reisen spielt das überhaupt keine Rolle. Wichtig ist die WIrksamkeit, und die ist durch MIllionen Impfungen mittlerweile bewiesen, irgendwo bei 60-90%, das sollte eigentlich reichen.

Miraculix11
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Ungar hat weltweit eine der höchsten Todesraten

Und die FIFA hat trotzdem internationale Fussballspiele dorthin verlegt, weil Mannschaften in Deutschland nicht einreisen durften. Verordneter Irrsinn sowie dieser ungarische Pass.

aToluna
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Wichtig ist die WIrksamkeit

Nein, wichtig ist, das man das Virus nicht mehr übertragen kann!!! Das spielt für das Reisen eine Rolle. Deswegen gilt für Deutschland (was auch für den EU-Pass gelten wird) und deren Bürger die vollkommene Impfung, und nicht wie man bei uns vor hat, schon nach der ersten Impfung.

wirklichnicht
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Wirksamkeit und Übertragung hängen stark zusammen

Das haben Impfungen aber so an sich, dass bei hoher Wirksamkeit auch die Übertragung zu hohem Maße unterbunden ist. Ist ja klar, wenn sich bei einer Krankheit mit COVID Milliarden von Viren im Körper ansammeln, können auch viele davon durch die Atemluft abgegeben werden. Wenn die Krankheit nicht ausbricht, sind es eben viel, viel weniger. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es aber nie.

harri156
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Da wird unser Bub aber weinen!

Er wollte ja Erster sein! Wähhhhhhhh... und noch dazu war sein Freund aus Ungarn schneller....

ilselampl
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Wie intellegent

muss man sein, um so einen Ausspruch zu tätigen ?

koko03
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Gar nicht das ist ja das Problem

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