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CoronavirusÜber 340.000 Menschen in Südtirol getestet, knapp ein Prozent positiv

Über 60 Prozent der Südtiroler Gesamtbevölkerung ließen sich untersuchen. Tests werden bis Mittwoch bei Ärzten und in Apotheken weitergeführt. Viele Testergebnisse konnten wegen mangelnder Daten und technischer Probleme nicht zugestellt werden.

Großer Zuspruch zu den Massentests in Südtirol © AP/Antonio Calanni
 

Nachdem Sonntagabend die Corona-Testzentren in Südtirols Gemeinden geschlossen haben, konnten die Südtiroler Sanitätsbetriebe nun eine vorläufige Bilanz ziehen. 343.227 Menschen nahmen bisher an der Aktion "Südtirol testet" teil. 3185 Testergebnisse fielen positiv aus, das entspricht 0,9 Prozent. Insgesamt ließen sich 61,9 Prozent der Südtiroler Gesamtbevölkerung untersuchen. Rund 350.000 Menschen waren aufgerufen, an der Massentestung teilzunehmen.

Am Abend berichteten die Sanitätsbetriebe erneut von Problemen bei der Zustellung der Ergebnisse. Dies sei auf "fehlerhafte oder unvollständige" Daten der Bürger zurückzuführen. Betroffene sollen sich daher telefonisch oder per E-Mail an ihre Gemeinde wenden und die Daten ergänzen bzw. korrigieren. Wer sich einem Test unterzieht, wird per E-Mail mit einem verschlüsselten PDF über das Testergebnis informiert. Das PDF kann mit einem via SMS zugestellten Zugangscode geöffnet werden.

Weiters habe es Sonntagnachmittag eine Überlastung der Server gegeben. Das Problem konnte aber nach zwei Stunden behoben werden, hieß es. Die Aktion "Südtirol testet" geht auch in der kommenden Woche noch weiter. Bis Mittwoch gibt es die Möglichkeit, sich bei teilnehmenden Ärzten und Apotheken auf das Virus testen zu lassen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigte sich am Sonntag bei einer Pressekonferenz über den Zuspruch erfreut: "Unsere optimistischen Erwartungen wurden übertroffen". Nun könne man wieder die Kontrolle über das Infektionsgeschehen erlangen, denn Südtirol sei "mit dem normalen Contact Tracing nicht mehr hinterhergekommen".

"Werden weiterhin Infizierte haben"

Tatsächlich habe man aber vermutet, dass die Zahl der positiv Getesteten höher sei. Jene, die man nun "herausgefischt" habe, seien in den allermeisten Fällen asymptomatisch gewesen. Diese wären ohne die Testaktion unentdeckt geblieben. Kompatscher räumte allerdings ein, dass ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung nicht erreicht werden konnte und warnte: "Wir werden weiterhin Infizierte haben". Er appellierte einmal mehr an die Bevölkerung sich weiterhin an die auch in Südtirol sehr strengen Corona-Maßnahmen zu halten, zumal sich die Südtiroler nun "gemeinsam so große Mühe" gegeben hätten.

Die Massentestung zog auch das Interesse der österreichischen Politik auf sich. Ein Vertreter der Einsatzleitung des österreichischen Corona-Krisenstabs wurde nach Südtirol entsandt. "Es zeigt sich, dass wir aus den Erfahrungen aus Südtirol einiges lernen können - vor allem, dass eine durchgehende Digitalisierung, deren durchgehende Funktionsfähigkeit trotz Extrembelastung und die richtige Kommunikation entscheidend sind", berichtete Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (10)
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duerni
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Sehr geehrte Landsleute, tragt endlich ALLE eine FFP2 MASKE, denn ...

diese Stofftücher oder Papiermasken sind Selbstbetrug.
Zu Massentests: Das sind Alibihandlungen unfähiger Regierungen, welche die Kontrolle über Covid verloren haben und jetzt in Panik geraten sind.
BITTE TRAGT FFP2 - IMMER, wenn der Abstand nicht einzuhalten ist und IMMER IN GEBÄUDEN ("Indoor"!!!!!!!)

Mein Graz
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@duerni

Welcher Mensch, welche Regierung hat die Kontrolle über irgend eine Viruserkrankung?

Man kann möglicherweise Einfluss nehmen auf die Verbreitung der Erkrankung. Nicht auf die Erkrankung selbst.

Dein Appell Maske zu tragen ist richtig. Würden diesen alle befolgen, es wäre auch eine gute 3-lagige "OP"-Maske ein gutes Mittel, um die Verbreitung einzudämmen.

SoundofThunder
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🤔

Ob die USA ihre gesamte Bevölkerung testen wird? Sind eh nur 300 Millionen Menschen. 😏

bam313
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Und was hat das jetzt für eine Aussagekraft?

1 % sind von den Getesteten sind positiv.
Beim Test waren 60% der Bevölkerung.
Diese Zahl können sie sich über dem Nachtkasterl aufhängen.
Verbranntes Geld für nichts und wieder nichts!

Und morgen kann es schon wieder ganz anders aussehen.
Besorgt bin ich nur, dass dort die Politfuzzis auch schon verrückt spielen.
Ich dachte mir nur Unsere seien so deppat.

Wenn dieser Wahnsinn nicht bald ein Ende nehmen wird, sehe ich schwarz.
Jetzt wissen wir zwar wie viele angeblich infiziert seien, aber mittlerweile kann keiner mehr leben, weil sie die Wirtschaft abgedreht haben.
Schön langsam gehört dieser Fall vor den obersten europäischen Gerichtshof!

Mein Graz
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@bam313

Wollte Südtirol den Test um der "Aussagekraft" willen oder wollten die Südtiroler feststellen, wer infiziert ist, damit diese Personen (die es selbst häufig gar nicht wissen!) in Quarantäne geschickt werden können und so die Kette unterbrechen?
Wenn die Infizierten das Virus nicht mehr weiter geben sieht es zwar nicht morgen, allerdings in einer Woche wahrscheinlich anders aus. Die Zahlen müssten eigentlich stark sinken - und das wäre doch ein tolles Ergebnis!

Du selbst hast doch immer den Lockdown gefordert. Jetzt ist er da und du attestierst den Verantwortlichen "Wahnsinnigkeit" (in einem anderen Posting).

bam313
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Ja,

ich habe den Lockdown gefordert.
Aber keine sinnlosen Massentests, mit welchen wieder Millionen an Euro sinnlos verbrannt werden.
Das geht nicht gut.

Man braucht eine klare Linie aber nicht Wischiwaschi!
Und wenn jemand ohne 1 Monat hackeln nicht mehr lebensfähig ist, beweist dass doch nur wie krank unser System sowieso schon ist.

Helft den Leute, welchen nun zu Hause bleiben müssen, aber investiert doch nicht Millionen in sinnlose Tests!

Mein Graz
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@bam313

Ob diese Tests tatsächlich sinnlos sind? Es wird sich zeigen. In geschätzten 2 Wochen werden wir sehen, ob die Infektionszahlen zurück gehen.
Wenn ja, waren sie doch jeden Cent wert, denn dadurch kann die Wirtschaft wieder früher anfahren.
Wenn nein, dann ist es tatsächlich sinnlos verbratenes Geld - was man allerdings immer im Nachhinein erst weiß.

Klar, viele Menschen stehen jetzt am Rande des Ruins, viele können kaum mehr ihre Miete zahlen. Das ist auch bei mir in der Familie so. Wir sind allerdings eine Familie und stehen zusammen - und unterstützen wo es nur geht, auch finanziell.

Ich kenne Leute, die ein gutes Einkommen haben bzw. hatten und trotzdem keine Ersparnisse, mit denen sie sich jetzt über die mageren Monate hinweg retten können. Sie haben in "guten Zeiten" nicht wirtschaften können und jammern jetzt und fordern den Staat auf zu unterstützen.

Wie die Situation bei dir ist beurteile ich nicht.

joektn
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Es gibt dazu bereits ein Urteil vom Gericht

Und das besagt ganz klar, dass das körperliche Wohl und die Gesundheit des Einzelnen schwerer wiegt als wirtschaftliche Schäden oder Schäden die aus dem Lockdown resultieren etc.

ichbindermeinung
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wie heißen denn all die anderen massentestenden Länder`?

wie heißen denn all die anderen Länder, insbesondere die ganzen EU-Länder neben der Slowakei u. Ö, die flächendeckende Massentests durchführen?

MuskeTiere4
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Über 340.000 von mehr als 500.000 Südtiroler

In Österreich wären das rund 4.800.000 von rund 8.000.000 Menschen. Also mehr als 10 x so viele Menschen. Eine großflächige Testung am Ende eines Lockdowns kann nur eine Zusatzinformation für die schwierige Einschätzung der Gesamtsituation für die politischen Verantwortlichen sein, und wenigstens eine tagesaktuelle Momentaufnahme für die Getesteten.
Mehr aber auch nicht. Im schlechtesten Fall fühlen sich die freiwillig Getesteten danach frei von aller bisherigen Vorsicht und Verantwortung zur Einhaltung der Anti-Covid-Maßnahmen!
Das wäre ein fataler Selbstbetrug!
Ist also das Propagieren der sogenannten Massentests nicht bloß eine Reduktion, eine eingeschränkte Sichtweise - wie mit Scheuklappen - auf eine weiterhin bestehende Bedrohung? Hoffentlich nicht! Die Versuchung ist ja groß zurück zu einer längst vergangenen Normalität zu wollen!