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AusgangssperrenMehr als eine Million Corona-Infektionen in Frankreich

Ab Samstag betrifft die nächtliche Ausgangssperre rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen.

 

Als zweites EU-Land nach Spanien hat Frankreich am Freitag die Schwelle von einer Million Corona-Infektionen überschritten. In den vergangenen 24 Stunden sei die Rekordzahl von 42.032 Neuinfektionen verzeichnet worden, teilten die französischen Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen stieg damit auf 1.041.075. Insgesamt 34.508 Infizierte starben den Angaben zufolge seit dem Beginn der Pandemie in Frankreich.

Strenge Maßnahmen

Ab Samstag betrifft die nächtliche Ausgangssperre rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Die Ausgangssperre gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. Frankreich verzeichnet mehr als eine Million Coronavirus-Fälle. Neu ist die Ausgangssperre zum Beispiel im Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Straßburg und auf Korsika. Außerdem ist fast die gesamte Mittelmeerküste betroffen. Im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen ist die Ausgangssperre bereits seit einer Woche in Kraft. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen in den betroffenen Gebieten zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten.

Stark betroffen

Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Am Freitag überschritt dort die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Fälle die Millionen-Marke. Bis Freitagabend habe es insgesamt 1,04 Millionen bestätigte Fälle gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Auch für die Zahl der registrierten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurde mit 42 032 ein neuer Spitzenwert vermeldet. Im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus starben bisher mehr als 34 500 Menschen. Seit einer Woche gilt erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann.

Corona in Spanien und Italien

Am Mittwoch hatte Spanien als erstes EU-Land offiziell mehr als eine Million Corona-Infektionen registriert. Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte am Freitag jedoch, dass die Gesamtzahl der Infizierten tatsächlich bei über drei Millionen liege. Zu Beginn der Pandemie seien viele Infektionen unentdeckt geblieben, sagte Sánchez.

In Italien ist die Zahl der Corona-Infektionen wieder sprunghaft angestiegen. 19.143 Neuansteckungen wurden am Freitag registriert, am Donnerstag waren es noch 16.079 Fälle. Außerdem wurden 91 Todesopfer vermeldet, am Vortag waren es 136. Die Zahl der Toten in Italien mit oder an Covid-19 seit Beginn der Pandemie im Februar überschritt somit die 37.000-Schwelle auf 37.058. Innerhalb eines Tages wurden 182.000 Tests durchgeführt.

Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle kletterte am Freitag auf 186.002, jene der in Spitälern behandelten Covid-19-Patienten erhöhte sich gegenüber Donnerstag von 9.694 auf 10.549, teilte das italienische Gesundheitsministerium mit. In Quarantäne befanden sich 174.404 Personen. Auf den Intensivstationen lagen 1.049 Patienten, am Vortag waren es 992 gewesen. Trotz zunehmender Sorge wegen der hohen Zahl von Neuinfizierten hält die Regierung in Rom an ihrem Vorhaben fest, in Italien vorerst keinen neuerlichen landesweiten Lockdown zu verhängen. "Wir müssen einen Produktionsstopp und die Schulschließung vermeiden", sagte Premier Giuseppe Conte.

Diese Ansicht teilt auch Innenministerin Luciana Lamorgese, die massive Proteste im Fall eines neuen Italienweiten Ausgangsverbots befürchtet. "Wir müssen alles Erdenkliche zur Verhinderung eines neuen Lockdowns unternehmen, der soziale und wirtschaftliche Konsequenzen mit Auswirkungen auf die öffentliche Ordnung hätte", warnte Lamorgese.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

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