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Mehr als 100 MitarbeiterAutozulieferer Kendrion sperrt Werk in Eibiswald 2022 zu

Mittels Rundschreiben der Konzernleitung wurden die mehr als 100 Mitarbeiter des Automobilzulieferers über die Schließung im Jahr 2022 informiert.

Hightech-Fertigung in Eibiswald
Hightech-Fertigung in Eibiswald © (c) CHRIS ZENZ
 

Ohne Frage, die Coronakrise trifft die Autobranche hart – das zeigt sich auch in Eibiswald. Am Standort des Automobilzulieferers Kendrion sorgt eine Rundmeldung an die Belegschaft für Aufregung, in der es um die geplante Werksschließung geht. In den vier Absätzen wird u. a. ausgeführt: „Da am Standort Eibiswald kaum Chancen bestehen, die einbrechenden Umsatzerlöse anderweitig zu erzielen, wird das Werk wirtschaftlich nicht mehr tragbar sein.“ Zum einen seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie hauptverantwortlich für die Schließung, zum anderen werden die auslaufenden Projekte nicht weiter verlängert. Kendrion hat die Komplettschließung des Werks in Eibiswald demnach bis 2022 vorgesehen. Das bestätigt auch Michael Klein von der Wirtschaftskammer Deutschlandsberg. Bis dahin werden die restlichen Aufträge abgewickelt, die Mitarbeiter sollen in den nächsten Monaten über den genauen Zeitplan und die weiteren Schritte im Zusammenhang mit der Schließung informiert werden. „Für den Moment läuft der Betrieb jedoch weiter wie bisher“, heißt es in dem Schreiben.

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Danke für Ihr Verständnis.

shorty
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Alleine die zitierten Ausführungen und der Zeitplan

weisen darauf hin, dass hier ein Konzern wieder einmal die Pandemie für eine geplante Strukturreform vorschiebt.

pressnitzgeorg
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Konkurrenz gezüchtet

Es ist halt auch so, dass sich die Fa. Kendrion die Konkurrenz durch die ewige Auslagerei von Produktionsteilen auch selbst gezüchtet hat. War quasi der Leitbetrieb in diesem Bereich in unserer Region, haben aber dann mehr und mehr Bereiche ausgelagert und so Qualität verloren - vor allem personelle Qualität!

petera
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So schnell kann es gehen

Letztes Jahr noch Vorzeigewerk und groß gefeiert. Heiter die Nachricht zur Schließung.

In der Krise sieht man sehr gut wo es strukturell hapert. Sobald der Gewinn "vorübergehend" nicht mehr passt, wird sofort vom ausländischen Eigentümer geschlossen und in Billiglohnländern weiter produziert.

Und auf der anderen Seite hört man dann vom Fachkräftemangel, den es in Wirklichkeit nicht gibt.

Musicjunkie
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Haben wir nicht ein geiles System?

😂🤣😂

melahide
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Yeah

ein Unternehmen in Eibiswald das halt wieder einmal an einen Konzern verkauft wurde der von Aktionären gesteuert wird die eine Sache wollen: Eine hohe Dividende!

Gehört alles verboten!!

scionescio
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... so einfach sehen die Laien die Welt ...

... warum ist es böse, wenn eine Firma auch Gewinn machen möchte? Welcher Unternehmer kann vom Draufzahlen leben, wenn er nicht an der Börse notiert ist und davon lebt, dass Spekulanten den Kurs eine Zeitlang nach oben treiben?
Gerade jemand, der so fanatisch sein eAuto verteidigt, sollte sich einmal die Frage stellen, ob er da nicht sein Schäuflein dazu beigetragen hat: wir geben Unsummen für Förderungen und Infrastruktur für umweltschädliche (CO2 Produktion bei der Akkuerzeugung, Sondermüll danach) BEVs aus und fördern damit nur die Wirtschaft und Arbeitsplätze in den USA und Asien - und vergießen dann Krokodilstränen, wenn in Europa ein Betrieb nach dem anderen zusperrt- die paar Fanatiker, die sich ein hochsubventioniertes BEV antun, machen den durch die ausgelöste Verunsicherung ausbleibenden Absatz nicht einmal im Ansatz wett - nur damit wir sauteuren, gefährlichen und und nicht einmal klimaschonenden (lokal emissionsfrei bringt dem Klima gar nichts!) Sondermüll um den halben Erdball transportieren können, sind von der Energie- und Atomlobby instrumentalisierte naive Fanatiker gerade dabei, die Konjunkturlokomotive und Wohlstandsgaranten der letzten Jahrzehnte in Europa abzuwürgen!

robertrr
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Das Beste daraus machen!

Wir sollen den Verbrennern nicht ewig nachtrauern und auf die Elektroautos reinhauen, sondern das Beste daraus machen! Was braucht es um diesen Trend für sich zu nutzen?

Der Weg wurde schon eingeschlagen Richtung Elektromobilität, da gibt es nichts mehr zu hinterfragen.

criticus11
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Ja sehr gut und

Wer bringt die Aufträge aus Korea, China und Japan nach Eibiswald?

scionescio
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@Robertr:“ Der Weg wurde schon eingeschlagen Richtung Elektromobilität, da gibt es nichts mehr zu hinterfragen.“

Diese Aussage ist grundfalsch: nennen sie mir Experten, die in den nächsten Jahrzehnten einen größeren Marktanteil der BEVs als maximal 30% sehen dh 70% des Geschäftes werden auch dann noch mit dem Verbrennungsmotor gemacht werden - dass die Firmen jetzt durch schwachsinnige Gesetze gezwungen werden, Milliarden in ein Minisegment zu investieren, ist ein ökonomischer Wahnsinn und zwingt sie zu diesen drastischen Sparmaßnahmen (in erster Linie durch Personalabbau).
Alle Prognosen der letzten 5 Jahre über die Entwicklung des BEV Anteils waren grundfalsch und hoffnungslos übertrieben- trotz gewaltiger Förderungen und Subventionierung!
Die breite Masse braucht ein preiswertes, wertstabiles und sicheres Fahrzeug mit hoher Verfügbarkeit (statt stundenlanger Ladezeit) und annehmbarer Reichweite - und da werden BEVs auch in zehn Jahren noch weit weg von der Musik sein. Diese sauteure und umweltschädliche Zwischentechnologie wird bis dahin längst durch das Wasserstoffzeitalter und eFuels obsolet sein: kein Fachmann stellt in Frage, dass eine Wasserstoffinfrastruktur für den Fern- und Schwerverkehr errichtet werden muss (weil dort ein Akku als Energiequelle ausscheidet)- warum die PKW die dann nicht so wie jetzt mitbenutzen sollen, muss mir erst jemand schlüssig erklären...

robertrr
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Schlussendlich wird Preis/Leistung entscheiden

und das wird sowas von deutlich für BEVs ausfallen. Jetzt noch mit Förderung und in 10 Jahren durch Economy of Scale. Sie werden sich keinen Verbrenner mehr leisten können!

melahide
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Wasserstoff

ist ja mitunter teurer, die Herstellung und Verarbeitung. Vom Energieverbrauch. Mit der Energiemenge, die ich für 100 km im E-Auto brauche, komm ich mit Wasserstoff 48 km!
E- Auto braucht einen Akku, Wasserstoffauto wine Brennstoffzelle .. die besteht jetzt auch nicht aus Sägemehl.. da braucht man auch Platin und anderes dafür ...

Und bei EFuels verwenden sie ja auch Anbauflächen die man sonst für Nahrungsmittel verenden würde ... da liegt ja nirgendwo ein Sinn!

robertrr
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Deutlich schlechterer Wirkungsgrad

Man braucht ca. 55 kWh zur Herstellung von 1 kg Wasserstoff. 1 kg hat einen Energieinhalt von 33 kWh und das reicht bei sparsamer Fahrweise für 100 km.

Elektroautos verbrauchen ca. 15 kWh auf 100 km.

melahide
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Super

Dann würd ich sagen: Bos Wasserstoff und EFuels Serienreif sind vergehen noch 10, 20, 30 Jahre. Und bis sie umweltschonend hergestellt werden können wohl noch mehr. Na, dann fahren wir bis es diese Technologie geht einfach mit den Sprudelfressern weiter. Is ja nicht so dass wir die Auswirkungen des Klimawandels nicht schon spüren würden. Kein Stress! Die Aktionäre der Verbrenner Monster brauchen Geld!!

criticus11
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Super

Antwort!👍👍👍

criticus11
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Super

Antwort!👍👍👍

melahide
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Jo gell

der Sprudel kommt von der Tankstelle und die Diesel-Verbrenner sind das klimaschonenste das es gibt :). Sie sollten eine eigene Sendung bei ServusTV haben :)

glashaus
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@meha

sind sie Städler? Wie kommen sie dann am Wochenende zum Wochenendhaus in die Berge? Dann vielleicht doch ein SUV. Andere brauchen das Diesel oder Benzinauto eben zur Fahrt zum Arbeitsplatz.

Alfa166
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Ist sie Städler oder doch Städtler?

...

petera
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Gerade Kendrion hatte Kompetenz

Im Bereich der E-Mobilität. Hier geht es aus meiner Sicht darum die Krise zu benutzen um etwas zu "bereinigen". In den ganzen Schließungsnachrichten der letzten Zeit, ist es einfacher so etwas durchzuziehen.

Wären die Eigentümer stärker mit der Region und den Leuten verwurzelt, würde man versuchen die Krise gemeinsam zu überstehen bzw. könnte natürlich auch ein größerer politischer und gesellschaftlicher Druck entstehen.

Aus meiner Sicht ist es daher sehr wichtig regionale Leitbetriebe in regionaler Hand zu belassen, was am Ende eine Entscheidung der Eigentümer ist.

melahide
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@petera

Sie dürfen hier nicht die Wahrheit sagen. Wer due Wahrheit sagt ist ein Laie

scionescio
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@hilde: sie haben sich selbst als absoluten Laien bezeichnet...

... und ihre Kommentare geben keinen Anlass auch nur im geringsten daran zu zweifeln - sie sind quasi der Prototyp des naiven Fanboys, der vielleicht sogar im guten Glauben der Meinung war, etwas Richtiges mit der Anschaffung eines BEV getan zu haben und in Wahrheit damit das Gegenteil bewirkt hat und den Fortschritt in eine wirklich nachhaltige und klimaneutrale Lösung nur aufhält.
Wie ziemlich jeder, der viel Geld für etwas ausgegeben hat, dass sich dann doch nicht als so toll herausstellt, machen sie missionarische Vorwärtsverteidung und versuchen andere zu auch so einer Fehlendscheidung zu verführen, damit sie sich nicht als alleiniger Fanatiker dastehen ... ein lieber Freund schwärmt auch in den höchsten Tönen von seinem englischen Roadster und versucht ständig andere zu einem Kauf zu animieren - und seine Frau erzählt, dass er nach jeder Ausfahrt vor Schmerzen in der schon vorgeschädigten Wirbelsäule nicht schlafen kann und einen Physiotherapeuten braucht ...