Mit der traditionellen Christmette eröffnet Papst Franziskus am Samstag die Weihnachtsfeierlichkeiten in Rom. Die Messe an Heiligen Abend (19.30 Uhr) im Petersdom dürfte nach zwei Jahren Corona-Einschränkungen wieder an Feiern aus der Zeit vor der Pandemie erinnern. Durch den Krieg in der Ukraine aber ist die Stimmung beim Oberhaupt der katholischen Kirche getrübt; der Papst sprach zuletzt bereits von "traurigen Weihnachten".

Es wird erwartet, dass der 86-Jährige auch bei den Gottesdiensten zu Weihnachten immer wieder eindringlich an das Leid der Menschen in der Ukraine erinnern wird. Im Heiligen Land zelebrieren Gläubige zuvor die Weihnachtsprozession von Jerusalem nach Bethlehem. Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, fährt dabei mit einem Wagenkonvoi in die kleine Stadt im Westjordanland. Das letzte Stück bis zur Geburtskirche in Bethlehem geht er dann zu Fuß, begleitet von einem Pfadfinderumzug. In der Stadt, die als Geburtsort Jesu verehrt wird, zelebriert er später auch die Mitternachtsmesse.