Neue Konstante in der Monarchie 10. Hochzeitstag William und Kate: Prinz Zuverlässig und Herzogin Makellos

Der zehnte Hochzeitstag von Prinz William und seiner Frau Kate beweist: Es gibt auch freudvolle Konstanz und eine Dosis Grunderdung bei Vertretern der Royals. Das künftige Königspaar, das so gar nicht an Exil denkt, unter der Lupe.

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Bilder der Märchenhochzeit vor zehn Jahren © APA/AFP/CARL DE SOUZA
 

Dämmerig wurde es zuletzt im britischen Königshaus: Prinz Philip wurde am Samstag vergangener Woche auf Schloss Windsor für immer verabschiedet. Bilder von einer fragil wie nie wirkenden Queen Elizabeth II. auf pandemiebedingt leeren Rängen in der St.-Georgs-Kapelle rührten das Volk. Eine Ära neigt sich hier ihrem unweigerlichen Ende zu. Zuvor der unappetitliche Skandal um ihren Lieblingssohn Andrew und der Fluchtweg, den ihr Enkel Harry samt Familie eingeschlagen hat.

Wenn es in der letzten Dekade neben der ehernen Ausdauer der 95-jährigen Monarchin Stabilitätsfaktoren in der Monarchie gab, dann waren es ihr Enkel William (38) und seine Frau Kate (39). Am 29. April sind die beiden dreifachen Eltern zehn Jahre miteinander verheiratet: Prinz Zuverlässig und Herzogin Makellos, gewissermaßen.

Ihre gemeinsame Geschichte reicht lange zurück: 2001 war es, als sich die beiden erstmals begegneten – damals studierten beide an der University of St Andrews an der Ostküste Schottlands. Eine Weile teilte man sich mit anderen drei weiteren Kommilitonen sogar eine Wohngemeinschaft. Berichten zufolge sah der Prinz („Ich studiere wirklich hart, einzig und allein mein Vater hält mich für faul!“) die Unternehmerstochter Catherine „Kate“ Middleton einst bei einer Modenschau in einem recht offenherzigen Kleid über den Laufsteg schweben – und da war es auch schon um ihn geschehen.

Seit Ende 2002 hatte William dann – mit einer Unterbrechung im Jahr 2007 – offiziell eine Beziehung mit der Bürgerlichen aus dem winzigen Dorf Bucklebury in der Grafschaft Berkshire im Süden Londons. Es folgten weitere Jahre der Probe, bis im November 2010 verlautet wurde, dass sich das Paar auf einer Kenia-Reise kurz zuvor verlobt hatte.

Queen Elizabeth: Kate und die Queen

Es war das erste Auftritt von Kate, Herzogin von Cambridge, mit der Königin in der Öffentlichkeit, ohne dass andere Mitglieder der königlichen Familie anwesend waren.

(c) APA/AFP/NIKLAS HALLE´N (NIKLAS HALLE´N)

Die zukünftige Königin erhielt dabei Einblicke in das Leben eines Souveräns, als sie und Queen Elizabeth (92) eine Hightech-Universität im Zentrum von London besuchten.

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Die Königin trug einen rosa Kaschmirmantel von Stewart Parvin (verziert mit ihrer rosafarbenen Saphir- und Diamantbrosche) über einem bedruckten Seidekleid und einen dazu passenden Hut ,...

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... während Kate sich für ein graues Kleid von Catherine Walker und einen schwarzen Fascinator entschieden hatte.

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Kate und die Monarchin besuchten den Strand-Campus des King's College, der sich im ehemaligen BBC-Gebäude Bush House befindet.

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Fast ein Jahr nach ihrer Hochzeit mit Prinz William stattete Kate im März 2012 erstmals Leicester einen königlichen Besuch als Teil der Queen's Diamond Jubiläums-Tour ab.

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"Sie unterhielten sich", berichtete Lord Waheed Alli, Kanzler der Universität De Montfort, anschließend. "Kate befragte mich und erzählte es dann der Königin."
 

(c) AP (Alastair Grant)

Die beiden waren bereits einmal nur zu zweit unterwegs, als sie sich das Brautkleid der Duchess of Cambridge im Buckingham Palace ansahen. Doch der damalige Besuch war nicht öffentlich gewesen.

(c) AP (Alastair Grant)
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Die Fans waren begeistert.

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Der große Moment der Hochzeit kam ein halbes Jahr später in der Westminster Abbey in London. Ein stimmiger, haltbarer Bund – nicht zuletzt, wenn man sich an die traurige Trug-Ehe von Williams 1997 verstorbener Mutter Diana erinnert. Spätestens seit der Geburt ihrer Kinder George (7), Charlotte (5) und Louis (3) gelten William und Kate – auch im Vergleich zu manch gestrauchelter Liaison innerhalb der royalen Familie – als Vorzeigepaar. Für William war das Vaterwerden naturgemäß ein monumentaler Schritt: „Für mich persönlich war es eine große Veränderung. Ich hatte manchmal Probleme. Der Wandel vom unabhängigen Single-Mann zu Hochzeit und Kinderkriegen ist lebensverändernd. Ich habe mich früher nie groß um Dinge gesorgt. Aber jetzt als Vater gehen mir selbst die kleinsten Sachen ans Herz.“

Kate ist sehr beliebt


Auch das mediale Bild von Kate wandelte sich im Laufe der Zeit: Dass sie sich nach Abschluss ihres Studiums eher lockere Jahre gönnte, brachte ihr rasch den Spitznamen „Lady of Leisure“ („Lady Freizeit“) ein. Nach ihrer Hochzeit wandelte sich das mediale Bild der an Reisen und Kunst Interessierten aber. Mehr noch: In Umfragen zählt sie neben der Queen zu den beliebtesten Mitgliedern der Königsfamilie. Modisch – zumindest in diesem Paralleluniversum sehr wichtig – ist sie stilsicher. Die britische Kleidungsindustrie etwa profitierte durch die von der Herzogin getragenen und danach – unverändert – an unzählige „Normalbürgerinnen“ verkauften Modelle: der „Kate-Middleton-Effekt“. Ihr Auftreten wirkt sehr pflichttreu – aber nicht ohne selbstbewusste Eigennote und dringend nötige Modernität.

Jüngst legte die begeisterte Hobby-Fotografin einen Bildband vor, der individuelle Geschichten und persönliche Momente von Menschen in der Pandemie abbildet: Der Erlös kommt der Wohltätigkeitsorganisation „Mind“ und der renovierungsbedürftigen National Portrait Gallery in London zugute. Es geht in den Aufnahmen um Helden und Helfer in dem von der Brüssel-EU abgenabelten Land. Es wurde massiv von Corona erwischt, hat mittlerweile jedoch das Allerschlimmste überstanden. Der Blick dafür, den sich die Herzogin von Cambridge offenbar bewahren konnte, kommt im Volk gut an: „Meine Eltern haben mir beigebracht, wie wichtig Eigenschaften wie Freundlichkeit, Respekt und Ehrlichkeit sind, und mir ist klar, wie zentral solche Werte für mich in meinem gesamten Leben gewesen sind“, betonte sie. Ein Vertrauter der Herzogin: „Am Ende des Tages wird sie zur zukünftigen Königin ausgebildet, aber ehrlich gesagt würde man es nie merken.“

William und Kate fahren Zug: William: "Daumen drücken, dass 2021 normaler wird"

William: "Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird"

Prinz William hat zu Beginn einer dreitägigen Zugreise durch Großbritannien seine Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität nach der Corona-Krise geäußert.

(c) AFP (PHIL NOBLE)

William: "Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird"

"Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird", sagte er zu Beginn der Reise zu einem Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft Transport for London.

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William: "Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird"

Gemeinsam mit seiner Frau, Herzogin Kate, reiste William an Bord eines königlichen Zuges in der Nacht auf Montag von London ins schottische Edinburgh, wo das Paar am Bahnhof von einem Dudelsackspieler musikalisch in Empfang genommen wurde.

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William: "Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird"

William und Kate (beide 38) wollen auf ihrer 1.250 Meilen (mehr als 2.000 Kilometer) langen Reise durch England, Schottland und Wales Helden der Corona-Krise treffen.

(c) AFP (CHRIS JACKSON)

William: "Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird"

Sie wollen mit Angehörigen systemrelevanter Berufe sowie außergewöhnlichen Personen ins Gespräch kommen und damit einen "Scheinwerfer auf die unglaubliche Arbeit richten", die geleistet worden sei, sagte eine Sprecherin.

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William: "Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird"

Für die Herzogin von Cambridge ist es die erste offizielle Reise an Bord des royalen Zuges sein.

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William: "Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird"

William hingegen war bereits mehrfach damit unterwegs - unter anderem zur Beerdigung seiner Mutter, Prinzessin Diana, im Jahr 1997.

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William: "Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird"

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Man neckt, man liebt sich: Für William, dessen Haupthaar sich wie bei anderen männlichen Windsors zeitig lichtete, hatte Kate bei einem Besuch in Sydney einen praktischen Hinweis parat: Als man das Scheren von preisgekrönten Schafen mitverfolgte und auf die Wolle am Boden schaute, sagte sie mit Blick auf des Gatten Platte: „Davon hättest du auch etwas nötig!“

Ernsthaft zur Seite stehen muss sie ihrem Mann an anderer Stelle: William entfremdete sich von seinem Bruder Harry (36). Sein Blick auf ein pflichterfülltes Dasein ist ein anderer als jener des Abgereisten, die Lebensentwürfe klaffen auseinander: Ein Freund des Zweiten der Thronfolge hielt fest, dass sich William im Unterschied zum Jüngeren „keineswegs gefangen“ fühle. Familienprobleme (siehe dazu die folgende Doppelseite) – wer behauptete, dass Royals davor gefeit seien?

Kommentare (1)
wktreichler
4
17
Lesenswert?

Boulevardniveau

Ich finde die Bezeichnung Prinz zuverlässig und Herzogin Makellos als nicht angebracht; das ist eine Formulierung wie man sie sonst nur in nicht seriösen Boulevardblättern findet; wenn man den 10. Hochzeitstag des übernächsten britischen Thronfolgerpaares schon erwähnen muss dann könnte man dies sicher auch mit etwas mehr Respekt tun; ihn auf seine Vaterrolle und sie auf ihren Modegeschmack zu reduzieren finde ich ein bisschen wenig; die beiden haben einige eigene und nebenbei bemerkt sehr gute und wichtige Projekte auf die Beine gestellt und unterstützt; darüber hätte man ruhig berichten können...

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