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Nach mehrfacher Verschiebung Hubschrauber "Ingenuity" absolvierte ersten Flug auf dem Mars

Erfolg nach mehrfacher Verschiebung wegen technischer Probleme. Probleme mit der Computer-Software hat den Erstflug bislang vereitelt.

Auch erste Bilder lagen schon vor: Der Schatten von "Ingenuity" aus der Luft gesehen und der Hubschrauber in der Luft aus der Perspektive des Rovers "Perseverance"
Auch erste Bilder lagen schon vor: Der Schatten von "Ingenuity" aus der Luft gesehen und der Hubschrauber in der Luft aus der Perspektive des Rovers "Perseverance" © AFP
 

Mit dem Mars-Hubschrauber "Ingenuity" hat erstmals ein Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Der mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene und rund 1,8 Kilogramm schwere "Ingenuity" stieg bei seinem ersten Testflug am Montag auf, schwebte dann auf der Stelle und landete schließlich wieder auf der Oberfläche des Planeten, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte. Wegen technischer Probleme war der Testflug zuvor seit Anfang April mehrfach verschoben worden.

"Es ist wahr, es ist wirklich wahr", jubelte "Ingenuity"-Projektmanagerin MiMi Aung im NASA-Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena während das Team applaudierte, nachdem die Daten des Hubschraubers auf der Erde angekommen und ausgewertet worden waren - rund drei Stunden nachdem der Flug auf dem Mars stattgefunden hatte. "Wir können jetzt sagen, dass Menschen einen Drehflügler auf einem anderen Planeten geflogen haben." Auch erste Bilder lagen schon vor: Der Schatten von "Ingenuity" aus der Luft gesehen und der Hubschrauber in der Luft aus der Perspektive des Rovers "Perseverance".

 

Der Hubschrauber muss auf dem Mars extremen Bedingungen trotzen: Nachts ist es bis zu minus 90 Grad Celsius kalt, was für Batterien und andere Elektronik leicht das Todesurteil bedeuten kann. Wegen der dünnen Atmosphäre, die grob gesehen nur ein Prozent so dicht ist wie die auf der Erde, müssen die Rotoren von "Ingenuity" auf 2.537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen - ein Vielfaches von Hubschraubern auf der Erde. Die Energie für diese Kraftanstrengung zieht "Ingenuity" aus seiner durch Sonnenenergie gefütterten Batterie.

Der Mini-Helikopter war in Bord des NASA-Rovers "Perseverance" (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) Ende Februar - nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern - mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten Mars-See namens "Jezero Crater" aufgesetzt. Diesen See mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern soll "Perseverance" in Der Name der Projektmanagerin schreibt sich tatsächlich MiMi Aungden kommenden zwei Jahren untersuchen.

Der Hubschrauber muss auf dem Mars extremen Bedingungen trotzen: Nachts ist es bis zu minus 90 Grad Celsius kalt, was für Batterien und andere Elektronik leicht das Todesurteil bedeuten kann. Wegen der dünnen Atmosphäre, die grob gesehen nur ein Prozent so dicht ist wie die auf der Erde, müssen die Rotoren von "Ingenuity" auf 2.537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen - ein Vielfaches von Hubschraubern auf der Erde. Die Energie für diese Kraftanstrengung zieht "Ingenuity" aus seiner durch Sonnenenergie gefütterten Batterie.

Der Mini-Helikopter war in Bord des NASA-Rovers "Perseverance" (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) Ende Februar - nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern - mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten Mars-See namens "Jezero Crater" aufgesetzt. Diesen See mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern soll "Perseverance" kommenden zwei Jahren untersuchen.

Kommentare (1)
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dieRealität2020
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3
Lesenswert?

Alle Achtung, Respekt einen Flugkörper über diese Entfernung zu lenken

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Erfüllt aus meiner Sicht eine anerkennenswerte technische Leistung der Entwickler.
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Bei der Fernsteuerung von Robotersonden auf unserem Nachbarplaneten Mars bewirkt die Lichtlaufzeit von der Erde zum Mars von bestenfalls 3 Minuten, dass die Sonde kaum interaktiv gesteuert werden kann, da das Kamerasignal der Sonde erst frühestens nach 6 Minuten die Reaktion auf einen Steuerungsbefehl wiedergibt.
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Die Flugbahn zum Mars orientiert sich meist am energetisch günstigsten Hohmann-Transfer zwischen Planeten. Für den Transfer zum Mars würde diese Reise etwa neun Monate dauern.
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Höheres oder gar intelligentes Leben gibt es auf dem Mars nicht, Wissenschaftler halten jedoch primitive Lebensformen (Mikroben) tiefer im Boden, wo sie vor UV-Strahlen geschützt wären, für denkbar.
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Stellt sich hier nicht die Frage, für welche Zwecke sollte diese Entwicklung die Milliarden kostet gut sein?
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Gibt es Menschen, die davon träumen und daran glauben? Und dafür werden Milliarden locker gemacht. Ich denke da würde noch eher der Mond für eine größere Aussiedlung geeignet sein.
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Über kurz oder lang wird aus realer Sicht der Planet seine Bewohnerzahl verdoppel. Und dann? Wie gehts dann weiter? Ich muss immer schmunzel wenn ich höre Klimaziele, Gendern, Gleichstellung, Menschenrechte, was wir der nächsten Generation hinterlassen, Windenergie, Atomkraft, Frieden und Asche und wenn ich manche Hochrechnungen aus einigen weltweit angegebenen Hochrechnungen zur Bevölkerungsentwicklung lese.