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''Ist das Opfertier eingetroffen?''Jamal Khashoggi: Ein Staatsmord auf offener Bühne

Ein Jahr nach der Bluttat von Istanbul an Jamal Khashoggi wurde bisher niemand zur Verantwortung gezogen – die wichtigsten Stationen des Verbrechens.

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Vor einem Jahr wurde Jamal Khashoggi Opfer eines Verbrechens © AP
 

Nur 24 Minuten überlebte Jamal Khashoggi seinen Besuch am 2. Oktober 2018 im saudischen Generalkonsulat von Istanbul, seine Leiche ist bis heute spurlos verschwunden. Seit einem Jahr lastet das monströse Verbrechen auf dem Ansehen Saudi-Arabiens und seines Kronprinzen Mohammed bin Salman, der bis heute kategorisch abstreitet, von der Bluttat vorab gewusst, sie gar gebilligt oder angeordnet zu haben. Dagegen halten die amerikanische CIA und die UN-Berichterstatterin Agnes Callamard den 34-jährigen Thronfolger und De-Facto-Herrscher für die Schlüsselfigur, weil nur er in der absolut autoritär regierten Monarchie eine derart komplexe und brisante Operation auf fremdem Territorium anordnen kann. Das 15-köpfige Killerkommando hinterließ jede Menge Spuren und ahnte nichts von der lückenlosen türkischen Überwachung. Und so zählen die Hinrichtung Khashoggis hinter verschlossenen Türen und ihre versuchte Vertuschung zu den am besten dokumentierten politischen Morden der Gegenwart.

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