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KlimawandelPrognose für 2050: Wien wird so heiß wie Skopje

Laut einer neuen Studien werden etwa 80 Prozent der großen Städte weltweit von drastischen Veränderungen infolge der Klimaerwärmung betroffen sein. Man geht von einer Erhöhung der durchschnittlichen Jahrestemperatur um 2,3 Grad Celsius aus.

Trinkbrunnen am Heldenplatz
Trinkbrunnen am Heldenplatz © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Im Jahr 2050 könnten in London Temperaturen herrschen wie derzeit in Barcelona. Wien könnte hitzemäßig zu Skopje (Nordmazedonien) werden. Das geht aus Berechnungen eines Teams um den aus Großbritannien stammenden Umweltwissenschafter Tom Crowther hervor. Sie wurden in "Plos One" publiziert. Crowther hat die Ergebnisse auch auf einer interaktiven Informationsplattform veröffentlicht.

80 Prozent betroffen

Wie auch der britische "Guardian" berichtet, würden den Berechnungen zufolge etwa 80 Prozent der großen Städte weltweit von drastischen Veränderungen infolge der Klimaerwärmung betroffen sein. Die Wissenschafter legten ihren Analysen eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur bis 2050 um zwei Grad Celsius zugrunde. Crowther, der an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH Zürich) forscht, war laut eigenen Angaben "völlig überrascht" über die Ergebnisse der Modellrechnung. Etwa ein Fünftel der Städte weltweit - zum Beispiel Jakarta, Singapur oder Kuala Lumpur - würden in einigen Jahrzehnten wohl Durchschnittstemperaturen aufweisen, wie es derzeit in keiner großen Metropole weltweit der Fall sind.

Beispiele dazu: In Madrid dürfte es 2050 Temperaturen wie derzeit in Marrakesch oder Fez geben (Höchsttemperatur im heißesten Monat um 6,4 Grad Celsius erhöht, im Jahresdurchschnitt um 2,1 Grad Celsius). Stockholm (plus 5,9 bzw. plus drei Grad Celsius) könnte Werte aufweisen wie derzeit Budapest. Wien würde sich ebenfalls unter den am meisten betroffenen Städten befinden: Crowther und sein Team gehen von einer Erhöhung der durchschnittlichen Jahrestemperatur um 2,3 Grad Celsius aus. Gleichzeitig wäre Wien mit einem Anstieg der im heißesten Monat des Jahres registrierten Höchsttemperatur von plus 7,6 Grad Celsius in Europa mit an der Spitze der betroffenen Metropolen. In Belgrad könnte es beispielsweise mit plus 7,9 Grad Celsius im heißesten Monat des Jahres (plus drei Grad Celsius Jahresdurchschnittstemperatur) zu einem ähnlichen Anstieg kommen.

Turin wird zu Dallas

Für die oberitalienische Industriestadt Turin wird von einer Erhöhung der mittleren Jahrestemperatur um 2,1 Grad Celsius (plus 7,7 Grad Celsius bei der Spitzentemperatur im wärmsten Monat) oder Verhältnissen wie aktuell in Dallas im südlichen US-Bundesstaat Texas ausgegangen. Moskau dürfte 2050 Temperaturwerte wie derzeit Sofia (plus 5,5 Grad Celsius Temperaturspitze im wärmsten Monat des Jahres; im Jahresdurchschnitt drei Grad Celsius mehr) aufweisen, Seattle (plus 6,1 Grad bzw. im Jahresdurchschnitt plus 2,6 Grad Celsius) an der Westküste der USA im Norden solche wie derzeit in San Francisco.

"Wir sind überhaupt nicht vorbereitet. Die Planung für den Klimawandel sollte bereits buchstäblich gestern begonnen haben. Je früher das erfolgt, umso geringer werden die Konsequenzen sein", wurde der Wissenschafter im "Guardian" zitiert. Insgesamt sei mit einer drastischen Zunahme der Wetterextreme zu rechnen: Hitzeperioden mit Dürre und Wassermangel sowie auf der anderen Seite katastrophale Regenfälle und Überschwemmungen. Die meisten großen Städte der Erde befinden sich in Zonen mit moderatem Klima. Sie würden bei der zu erwartenden weiteren Klimaerwärmung bis 2050 quasi um rund 1.000 Kilometer näher an den "heißen" Äquator rücken.

Kommentare (19)

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vielseiter
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DIE KÜHLGERÄTE HERSTELLER WIRD´S FREUEN!

Und die Politiker dürfen weiter nach Klima Flüchtlingen Ausschau halten, die Partei Kassen mit Spenden füllen, Moral, Kultur, Solitarität, Empathie und ähnliche Felder links liegen lassen und so tun, als gäbe es sowas wie Klima gerechte Bau und Raum Ordnung nicht. -
Aber in Sonntag Reden seit Jahren 77 mal "nachhaltig" verwenden!

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derdrittevonlinks
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Bei diesen Analysen...

... wird die Arktis, wie sie dieser Tage wirkt, nicht mehr inkludiert, nicht wahr!?

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derdrittevonlinks
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Ist dem Eisbär sein Revier verwehrt,...

... läuft's mit der Industrie verkehrt.
Quasi, Bäume sind vor die Industrie zu stellen.

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hermannsteinacher
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London ?

Wie Madrid oder wie Barcelona, da sind sich offensichtlich die Pseudoexperten nicht ganz einig!

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exilgrazer
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Pseudoexperten

bei der ETH Zürich? Na, wer da wohl der Pseudoexperte ist?

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blubl
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Experten

Trotzdem bleibt es eine Prognose

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büffel
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Tendenz

Ja, was soll es denn sonst sein außer eine Prognose? Eine Voraussage wird in den seltensten Fälle zu 100% zutreffen, doch die Tendenz läßt sich hier klar erkennen.
Wer noch immer relativiert und meint "wird schon nicht...." und "machen wir halt großteils einmal so weiter", dem ist nicht zu helfen. Und mit ihm leider allen anderen auch nicht.

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blubl
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Prognose

Für sie ist die Bedeutung der Prognose klar - für einige aber nicht

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Planck
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Ja wissen S',

es is eigentlich wurscht, ob Barcelona oder Madrid.
Weil, wenn London wie Madrid (oder meinetwegen Barcelona) wird, wie wird dann Madrid (oder meinetwegen Barcelona)?
Und wie die Tropen?
Und wie die Subtropen?
Die 'Pseudoexperten' werden's wahrscheinlich genausowenig erleben wie Sie, was schad' is, weil Typen wie Ihnen tät' ich's gönnen, dass ihnen so richtig warm unterm Arsch wird.

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Rot72
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Wahlkampf?

Ich glaube dieses Thema ist zu wichtig das man damit Wahlkämpfen kann.Es ist egal welche Farbe man wählt es wird keiner was unternehmen solange die Sponsoren aus der Wirtschaft und deren Dunstkreis kommen.

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ichbindermeinung
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Palmölflächen wieder beforsten u. Eigenmittelsteuer

es stand ja eh schon in der Ztg. die Palmölflächen wieder aufforsten und den Import des Palmöls in die EU verbieten wegen der Klimaschädlichkeit. Heimische Bauern können Alternativöle oder Butter liefern u. die Wertschöpfung bleibt im Land und der Transport ist kurz. Über EU-Eigenmittel-Steuern unter dem Titel Klima/Umwelt/Plastik, die man so gerne einführen möchte sollen bitte die Österr. als Eigentümer u. Zahler einmal abstimmen dürfen, ob sie das wollen od. nicht

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hermannsteinacher
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Palmöl ist gesund, enthält etwas über 50% ungesättigte Fettsäuren und

viel (Pro)Vitamin A. Es wird nur recht wenig in Österreich eingeführt.

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Planck
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Das mag richtig sein.

Ändert aber nichts daran, dass täglich eine Waldfläche von der Größe Nordrhein-Westfalens für das Zeug gerodet wird.
Die Folgen fürs Klima und für die Tierarten, die da leben, dürfen Sie sich selber zusammenklauben.
An Studien mangelt es nicht.

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Lodengrün
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Was geht uns 2050 an?

Hinter mir die Sintflut ist wohl das was viele sich hier denken.

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büffel
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Arme Nachkommen

Bin ich froh, daß ich in hundert Jahren voraussichtlich nicht mehr leben werde, denn wir lernen erst dann dazu, wenn uns wahrhaftig der A.... brennt, doch dann wird es viel zu spät sein, um den Tanker vom Kollisionskurs abzubringen. Ist es ja heute schon.... :-(

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selbstdenker70
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..

Und darum bauen wir jeden freien Fleck mit einem Wohnbunker zu. Hauptsache man betreibt damit Wahlkampf, obwohl der Bund daran gar nichts ändern kann. Schuld daran sind die Bürgermeister und Gemeinderäte, die meistens Null Kompetenz bei diesem Thema haben, und so den Fläwi absegnen. Weltweit werden Städte immer mehr begrünt, gekühlt usw, nur fürn Gustl und dem Karli im Gemeinderat xy ist der Maibaum der wichtigste Baum.

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Planck
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Es ist ja nicht so, dass man's nicht seit Jahrzehnten sagen würde.

Wuaaascht.
Mia brauchma kaane Expertn. Expertn saan Trotteln.

Wir schließen ein paar Routen, was ohne hässliche Bilder natürlich nicht gehen wird, dann schreiben wir Wirtschaftswachstum in die Verfassung, dann passt das schon.

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schadstoffarm
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Trotzdem Ausländawahlkampf

und herumeiern bei der CO2-Steuer. Und auf den Wunderwasserstoff hoffen.

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tturbo
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Wien darf nicht Skopje werden,

Werden die Grünen im Wahlkampf plakatieren.

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